Formel 1 Rosberg setzt Button im Training unter Druck

Neuer Grand Prix, altes Bild: Jenson Button hat auch im Training zum dritten Rennen der Formel-1-Saison die Maßstäbe gesetzt. In China ließ der Brawn-Pilot Nico Rosberg im Williams hinter sich. Auch Sebastian Vettel überzeugte trotz Problemen - im Gegensatz zu Nick Heidfeld.


Hamburg - WM-Spitzenreiter Jenson Button fuhr am Freitag im erneut sehr starken Brawn GP im zweiten Formel-1-Training auf dem Shanghai International Circuit die Tagesbestzeit. Zum Auftakt hatte sich der britische Zweifachsieger mit dem zweiten Rang hinter dem überraschend schnellen Titelverteidiger Lewis Hamilton im McLaren-Mercedes begnügt. Die Dominanz des Brawn-Teams unterstrich Rubens Barrichello als zweimaliger Dritter.

Brawn-Pilot Button: Einsame Spitze
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Brawn-Pilot Button: Einsame Spitze

Nico Rosberg, der in den beiden bisherigen Grand Prix in sechs Übungseinheiten fünfmal vorn lag, belegte einen starken zweiten Rang. Dem 23-jährigen Williams-Piloten fehlten in der Nachmittagssession bei 19 Grad auf dem 5,451 Kilometer langen Kurs nur 25 Tausendstelsekunden auf Buttons Bestzeit von 1:35,679 Minuten. Am Vormittag hatte Rosberg Rang sieben belegt und war dabei ebenfalls Bester des deutschen Fahrer-Quintetts.

Sebastian Vettel, der wegen Problemen mit dem Querlenker lange an der Box stand, kam im Red Bull auf Platz fünf. Toyota-Pilot Timo Glock landete als Achter und Zehnter zweimal in den Top Ten. Für Adrian Sutil reichte es im Force India zu den Rängen 14 und 11. BMW-Sauber-Vertreter Nick Heidfeld musste sich in den beiden Durchgängen mit den Plätzen 16 und 18 begnügen.

Nach der Legalisierung ihres Doppel-Diffusors drehten die Fahrer des Team-Trios Brawn GP, Williams und Toyota wie gewohnt auf. Renault, das als erster der vier mit ihrem Protest gescheiterten Rennställe diese Variante des Unterbodens in Shanghai einsetzte, konnte im Training nicht mithalten. Ferrari, BMW-Sauber und Red Bull stecken in Sachen Diffusor noch in der Entwicklungsphase.

McLaren-Mercedes, das keine Beschwerde eingelegt hatte, verzichtete noch auf den inzwischen fertigen Doppel-Diffusor. "Wir haben das ganze Programm und viele Runden mit beiden Reifentypen gefahren und dabei vornehmlich für das Rennen gearbeitet. Es wird schwer werden, am Samstag mehr als das Qualifying 2 zu erreichen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Vor dem dritten Saisonlauf am Sonntag (9 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) führt Button die Fahrer-WM mit 15 Punkten vor dem Brasilianer Barrichello (10) an. Glock (8 Zähler) liegt auf Rang vier hinter seinem italienischen Teamkollegen Jarno Trulli (8,5).

fpf/dpa



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Seite 1
Michael KaiRo 16.01.2009
1.
Zitat von sysopNeue Autos, neue Regeln, neue Technik: Die Formel 1 sieht 2009 ganz anders aus. Doch ändern sich damit auch die Kräfteverhältnisse? Wer ist Ihr Titelfavorit, was halten Sie von den Neuerungen in der Königsklasse?
Die Regeländerungen sehe ich weitgehendst positiv - diese dummen zigfachen Flaps sahen sowieso eher müllig aus. Hätte aber noch das "Umkleiden" der Rückspiegel wie es Ferrari jetzt getan hat, verboten - die waren wohl clever und fanden ne Lücke ;-) Die Kräfteverhältnisse dürften sich wohl eher marginal verschieben. Da bleibe ich Realist. Vor allem wünsche ich mir, dass mehr Entscheidungen auf der Rennstrecke fallen als am grünen Tisch. Aber das dürfte wohl Wunschdenken bleiben. Die Meisterschaft wird immer (nach Möglichkeit) bis zum letzten Rennen offen gehalten werden, egal ob Regelkonfrom oder nicht. Ansonsten: Schade, dass es die Sportwagen-WM der Prototypen nicht mehr gibt :-(
Cholerix, 16.01.2009
2.
Zitat von Michael KaiRoDie Regeländerungen sehe ich weitgehendst positiv - diese dummen zigfachen Flaps sahen sowieso eher müllig aus. Hätte aber noch das "Umkleiden" der Rückspiegel wie es Ferrari jetzt getan hat, verboten - die waren wohl clever und fanden ne Lücke ;-) Die Kräfteverhältnisse dürften sich wohl eher marginal verschieben. Da bleibe ich Realist. Vor allem wünsche ich mir, dass mehr Entscheidungen auf der Rennstrecke fallen als am grünen Tisch. Aber das dürfte wohl Wunschdenken bleiben. Die Meisterschaft wird immer (nach Möglichkeit) bis zum letzten Rennen offen gehalten werden, egal ob Regelkonfrom oder nicht. Ansonsten: Schade, dass es die Sportwagen-WM der Prototypen nicht mehr gibt :-(
Dem würde ich mich nachdrücklich anschlieesen wollen ! Was die 2009er F1 anbelangt: Potthäääässlich. Bislang hatten Autorennen auch stets ein ästhetisches Element. Das Thema ist in der F1 nun aber durch. Bedingt durch die Regeländerungen ist da nun was entstanden, was noch grauenhafter aussieht als in den Vorjahren diese ganzen angepappten aerodynamischen Hilfkonstruktionen. Ich fürchte, das könnte mein verbliebenes Interesse an der F1 beenden. Ich hätte zudem eine Rückbesinnung auf die "Bastelstuben" früherer Jahre bevorzugt. Die Konzerne haben letztlich noch jede gute Motorsportserie mit Geld kaputtbekommen. Gerade auch Mercedes (u.a. FIA GT97 und Gruppe C)
lynx2 16.01.2009
3. Geld kaputt machen?
Zitat von CholerixDem würde ich mich nachdrücklich anschlieesen wollen ! Was die 2009er F1 anbelangt: Potthäääässlich. Bislang hatten Autorennen auch stets ein ästhetisches Element. Das Thema ist in der F1 nun aber durch. Bedingt durch die Regeländerungen ist da nun was entstanden, was noch grauenhafter aussieht als in den Vorjahren diese ganzen angepappten aerodynamischen Hilfkonstruktionen. Ich fürchte, das könnte mein verbliebenes Interesse an der F1 beenden. Ich hätte zudem eine Rückbesinnung auf die "Bastelstuben" früherer Jahre bevorzugt. Die Konzerne haben letztlich noch jede gute Motorsportserie mit Geld kaputtbekommen. Gerade auch Mercedes (u.a. FIA GT97 und Gruppe C)
Wieso? Mercedes hat's doch! Wenn Chrysler abschmiert müssen sie nochmals eine schlappe Mrd. nachschießen. Für F1 reicht es noch dicke. Das zeigt nur, daß die Autohersteller immer noch genügend Geld haben für diesen Firlefanz. Wo ist da eine Autokrise? Daimler kann über seine Autofinanzierungstochter ja eine 100 Mio oder mehr einsacken an Staatsknete und damit weiter auch F1 finanzieren. Ist doch schön!
myspace 16.01.2009
4. .
Einheitsreifen, keine Schlupfkontrolle mehr - diese Jahr kommt es wieder auf das fahrerische Können an. Plus: Durch die neuen Aerodynamikregeln wird der Abtrieb deutlich gesenkt, gut möglich, daß es wieder ein bißchen Action mit richtige Überholmanövern gibt.
metbaer 17.01.2009
5.
Ich bin gespannt, was die neuen Regeln bringen. Vielleicht schaue ich die Formel 1 dann auch wieder mit etwas mehr Freude... die letzten Jahre machte die NASCAR- Serie in den USA dann doch mehr Spaß. Warum? Weniger Aerodynamik, weniger Elektronik, weniger Schnickschnack und einfach mehr fahrerisches Können.
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