Formel 1 Rosberg-Team verliert Hauptsponsor

Die Finanzkrise macht auch vor der Formel 1 nicht Halt: Der Williams-Rennstall muss sich ab 2010 einen neuen Hauptsponsor suchen, denn die Royal Bank of Scotland wird den auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Das Team von Nico Rosberg hat ohnehin mit Finanzproblemen zu kämpfen.


Hamburg - Am Mittwoch gab die Zentrale der Royal Bank of Scotland (RBS) in Edinburgh bekannt, den zum Saisonende 2010 auslaufenden Vertrag nicht mehr zu verlängern. Damit werden dem britischen Rennstall von Sir Frank Willians umgerechnet rund 11,2 Millionen Euro fehlen, sollten sie keinen neuen Sponsor finden.

Williams-Fahrer Rosberg: Hauptsponsor zieht sich zurück
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Williams-Fahrer Rosberg: Hauptsponsor zieht sich zurück

Erst im Januar hatte die Financial Times berichtet, das Williams in den vergangenen beiden Jahren einen Verlust von 50 Millionen Euro erlitten habe. RBS-Direktor Dr. Andrew McLauglin begründete den Ausstieg mit der derzeitigen Finanzkrise und den dadurch entstandenen Verlusten. Das Traditions-Institut soll Verluste in Höhe von rund 30 Milliarden Euro beklagen.

"Wir müssen uns der Realität stellen. Wir befinden uns in sehr schwierigen Zeiten und haben nun alle unsere Aktivitäten im Sponsoring überprüft", so McLauglin. Weiter teilte er in einem BBC-Interview mit, dass die Royal Bank als Geldgeber voraussichtlich auch bei anderen Projekten aussteigen wird. Die Bank sponsort unter anderen auch Schottlands Tennisstar Andy Murray. Nach heutiger Planung will die RBS ihr Sportsponsoring bis 2010 um 50 Prozent zurückfahren.

Frank Williams blieb trotz des Ausstiegs zuversichtlich: "RBS war ein großartiger Partner, dem wir dankbar sind. Aber wir sind in einer starken Position und können uns den Herausforderungen der kommenden beiden Jahre stellen." Der Vertrag mit Williams läuft seit 2005 und wurde 2007 für drei Jahre verlängert.

jar/sid



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