Formel 1 Russen sollen Sauber retten

Kommt die Rettung aus Russland? Der finanziell in Schwierigkeiten steckende Formel-1-Rennstall Sauber könnte dank russischer Investoren weitermachen. Zumindest Rennstall-Boss Peter Sauber ist davon überzeugt. Er sagt aber auch: "Die Lage ist ernst."
F-1-Teamchef Sauber: "Eine der schwierigsten Situationen"

F-1-Teamchef Sauber: "Eine der schwierigsten Situationen"

Foto: David Ebener/ dpa

Hamburg - Team-Besitzer Peter Sauber rechnet fest mit der Rettung seines finanziell schwer angeschlagenen Formel-1-Rennstalls. "Wir fahren nicht nur diese Saison zu Ende. Sondern wir werden noch viele Jahre in der Formel 1 sein", sagte der Arbeitgeber des deutschen Piloten Nico Hülkenberg der Schweizer Zeitung "Sonntags-Blick".

Das Team ist in akuter Geldnot und konnte zuletzt einige Lieferanten nicht mehr bezahlen. "Die Lage ist ernst", bekannte der 69 Jahre alte Sauber. Seine Hoffnung setzt der Schweizer auf neue Investoren, möglicherweise aus Russland. Die Verhandlungen stünden "kurz vor dem Abschluss", sagte Sauber.

Das weltweit größte Erdgasförderunternehmen Gazprom und eine russische Bank sollen an einer Partnerschaft interessiert sein. Schweizer Medien berichten von "zwei seriösen Investoren", die Interesse zeigen, bei Sauber einzusteigen.

Angeblich plagen Sauber bis zu 100 Millionen Euro Schulden, Zulieferer würden seit Monaten auf die Begleichung ihrer Rechnungen warten und auch Hülkenberg habe zuletzt kein Gehalt bekommen. Deshalb hatte er bereits vorsorglich seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag gekündigt.

Sauber sagte dagegen, "dass diese Zahlen nicht stimmen. Wir haben noch niemanden entlassen und haben die Löhne immer pünktlich bezahlt." Allerdings sei es "eine der schwierigsten Situationen, seit ich im Motorsport bin."

aha/dpa/sid
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