Formel-1-Kalender 2020 Ein Rennen mehr, Hockenheimring fliegt trotzdem raus

Die Formel-1-Saison soll 2020 offenbar um ein Rennen auf 22 Grand Prix vergrößert werden. Deutschland ist dennoch nicht dabei. Neu sind die Strecken in Hanoi und Zandvoort. Die Teams werden so weiter strapaziert.

Die Formel-1-Teams wollen bald 22 Rennen fahren
Andrej ISAKOVIC / AFP

Die Formel-1-Teams wollen bald 22 Rennen fahren


Auf dem Hockenheimring wird im kommenden Jahr voraussichtlich kein Formel-1-Rennen stattfinden stattfinden. Wie das Magazin "Auto, Motor und Sport" berichtet, sollen die Teams der Aufstockung des Rennkalenders 2020 auf 22 Rennen zugestimmt haben. Neu dabei sind die Strecken in Hanoi (Vietnam) und Zandvoort (Niederlande), dafür fällt mit dem Rennen in Deutschland nur eine Veranstaltung weg. In Zandvoort soll am 3. Mai die Europa-Saison beginnen.

Die Betreiber des Hockenheimrings wissen offiziell noch nichts vom Formel-1-Aus. Der aktuelle Verhandlungsstand sei, dass nicht nichts "final entschieden ist", sagte der künftige Geschäftsführer Jorn Teske. Aber "wenn es so kommen sollte, würde es uns nicht überraschen", sagte der designierte Nachfolger von Georg Seiler, dem jahrelangen Chef des Hockenheimrings.

Eigentlich galt auch der Grand Prix von Spanien in Barcelona als Streichkandidat, doch die Rennställe stimmten dem Verbleib wegen zusätzlicher Einnahmen zu. Nun müssen sich noch die Streckenbetreiber in Barcelona mit Rechteinhaber Liberty Media auf eine Antrittsgage verständigen, dann steht dem reformierten Kalender nichts mehr im Wege. Die Zustimmung des Weltrats des Motorsport-Weltverbands Fia im September gilt als sicher.

Die Saison 2020 startet traditionell mit dem Rennen in Australien am 15. März. Eine Woche später wird in Bahrain gefahren, diese direkt aufeinander folgenden Rennwochenenden gelten für die Teams und ihre Mitarbeiter wegen des hohen Zeitdrucks als große Herausforderung.

Insgesamt soll es im kommenden Jahr acht von diesen sogenannten Back-to-back-Rennen geben. Besonders diskutabel ist die Zusammenlegung der Rennen in Baku und Montréal - die beiden Städte liegen fast 9000 Kilometer auseinander, die Zeitverschiebung beträgt acht Stunden.

So soll der Formel-1-Kalender im kommenden Jahr aussehen:

Vorläufiger Formel-1-Kalender der Saison 2020

Termin Austragungsland
15. März Australien
22. März Bahrain
5. April Vietnam
19. April China
3. Mai Niederlande
10. Mai Spanien
24. Mai Monaco
7. Juni Aserbaidschan
14. Juni Kanada
28. Juni Frankreich
5. Juli Österreich
19. Juli England
2. August Ungarn
30. August Belgien
6. September Italien
20. September Singapur
27. September Russland
11. Oktober Japan
25. Oktober USA
1. November Mexiko
15. November Brasilien
29. November Abu Dhabi

krä/sid



insgesamt 3 Beiträge
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fietze88 28.08.2019
1. Schade.....
.......das Rennen auf dem HRing war dieses Jahr natürlich spannend, hat aber leider nichts mit der Rennstrecke zu tun. Außerdem gibt es im Umfeld der Strecke meiner Meinung nach zu viele negative Aspekte. Hier müsste einiges getan werden. In der Spitzkehre war ein riesiger Erdhügel. Der Zugang halb abgesperrt. An diesem, mitunter spannendsten Teil der Strecke keine Tribünen, Monitore oder Lautsprecher. Kein befriedeter Bereich um die meisten Tribünen, d.h. bei jedem verlassen/wieder reingehen vorzeigen der Karte/Bändchen und Taschenkontrolle. Dieses Jahr war der Zugang zum Motodrom eine halbe Baustelle. Ein Teil der Tribüne abgerissen. Fluchtwege auf den Tribünen? Falls in Richtung Strecke Ausgänge vorhanden sind, hat man gesehen (nach Öffnung nach dem Rennen), wie lange es dauert bis Zuschauer hier durchgekommen sind. Letztes Jahr nach dem starken Regen war der einzige Zugang (!) zum Hauptparkplatz (Tunnel unter der A6) überflutet und längere Zeit gesperrt. Zu viele Holländer auf den Tribünen ;-))))) Spaß hatten wir trotzdem immer, weil es eine professionelle organisierte Sportveranstaltung ist. Kartenpreise gehen meiner Meinung nach durch die viele Veranstaltungen über die 3 Tage vollkommen in Ordnung.
funkhero 28.08.2019
2. Lausitzring
Holen wir die F1 doch in die Lausitz, mit dem kohlegeld. Ich denke die Strecke wäre spitze für die F1
Thomas_USA 29.08.2019
3. Wer guckt denn ueberhaupt noch F1?
Das ist doch mittlerweile so langweilig geworden, dass das Sandmaennchen spannender ist. Einen Traditions-Ort wie den Hockenheimring aus dem Plan zu nehmen, zeigt ja nur noch mehr, dass es bei dem Zirkus nur noch um die Knete geht, und der Sport sowie die Besucher nur noch notwendige Uebel sind. Das war es fuer mich mit F1.
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