Formel-1-Saison 2022 Teams, Fahrer und Rennkalender

Liefern sich Max Verstappen und Lewis Hamilton erneut einen spannenden Kampf um den WM-Titel? Wie sieht der Rennkalender aus? Und gibt es neue Regeln? Alles Wichtige zur Formel-1-Saison erfahren Sie hier.
Kann Lewis Hamilton (Mercedes) im Kampf um den WM-Titel zurückschlagen?

Kann Lewis Hamilton (Mercedes) im Kampf um den WM-Titel zurückschlagen?

Foto: GIUSEPPE CACACE / AFP

Formel-1-Weltmeisterschaft 2022

Die vergangene Formel-1-Saison endete dramatisch: In der letzten Runde krönte sich Max Verstappen dank eines spektakulären Überholmanövers erstmalig zum Weltmeister , Lewis Hamilton ging leer aus und verpasste einen historischen achten WM-Titel. Deutsche Fans blickten gespannt auf Mick Schumacher, dessen Premierenjahr im Haas punktlos zu Ende ging.

Nun will es der Sohn von Ferrari-Legende Michael Schumacher besser machen. Los geht es am 20. März in Sakhir beim Großen Preis von Bahrain – ohne Sebastian Vettel, der sich mit dem Coronavirus infiziert hat. Der Rennkalender umfasst 23 Strecken, für das Rennen in Russland (25. September) wird wegen des Ukraine-Kriegs noch nach einem Ersatz gesucht. Als Favoriten auf den Titel gelten erneut Hamilton und Verstappen.

Rennkalender

Schon im vergangenen Jahr sollte der Rekordkalender umgesetzt werden, doch die Coronapandemie machte die Pläne der Veranstalter zunichte. Nun sollen erstmals 23 Läufe ausgetragen werden. Neu dabei ist der Große Preis von Miami, am 8. Mai fahren die Piloten auf dem Miami International Autodrome um Punkte. Das Finale steigt wie gewohnt Ende November in Abu Dhabi.

20. März: Großer Preis von Bahrain in Sakhir

27. März: Großer Preis von Saudi-Arabien in Dschidda

10. April: Großer Preis von Australien in Melbourne

24. April: Großer Preis der Emilia-Romagna in Imola

8. Mai: Großer Preis von Miami in Miami

22. Mai: Großer Preis von Spanien in Barcelona

29. Mai: Großer Preis von Monaco in Monte Carlo

Der Stadtkurs in Monte Carlo zählt noch immer zu den Highlights einer Formel-1-Saison

Der Stadtkurs in Monte Carlo zählt noch immer zu den Highlights einer Formel-1-Saison

Foto: Bryn Lennon / Getty Images

12. Juni: Großer Preis von Aserbaidschan in Baku

19. Juni: Großer Preis von Kanada in Montreal

3. Juli: Großer Preis von Großbritannien in Silverstone

10. Juli: Großer Preis von Österreich in Spielberg

24. Juli: Großer Preis von Frankreich in Le Castellet

31. Juli: Großer Preis von Ungarn in Budapest

28. August: Großer Preis von Belgien in Spa-Francorchamps

4. September: Großer Preis der Niederlande in Zandvoort

11. September: Großer Preis von Italien in Monza

25. September: nach Russland-Absage offen

2. Oktober: Großer Preis von Singapur in Singapur

9. Oktober: Großer Preis von Japan in Suzuka

23. Oktober: Großer Preis der USA in Austin

30. Oktober: Großer Preis von Mexiko in Mexiko-Stadt

13. November: Großer Preis von Brasilien in São Paulo

20. November: Großer Preis der Vereinigten Arabischen Emirate in Abu Dhabi

Veränderungen im Fahrerfeld

Im stolzen Alter von 42 Jahren hat Kimi Räikkönen seine erfolgreiche Formel-1-Karriere im vergangenen Jahr beendet. Der Weltmeister von 2007 wird im Alfa Romeo von Landsmann Valtteri Bottas ersetzt. An dessen Seite wird Zhou Guanyu fahren – als erster Chinese in der Königsklasse überhaupt. Das durch Bottas frei gewordene Mercedes-Cockpit übernimmt der Brite George Russell. Kevin Magnussen löst den Russen Nikita Masepin ab, von dem sich Haas trennte, nachdem es von ihm keine Distanzierung vom Ukrainekrieg gab.

Die einzigen beiden Deutschen im Feld – Sebastian Vettel (Aston Martin) und Mick Schumacher (Haas) – sind ihren Teams treu geblieben. Schumacher gibt sich selbstbewusst: »Ich will der beste Fahrer werden, den es gibt«, sagte der 22-Jährige vor dem Saisonauftakt. »Das bleibt mein Ziel, sonst wäre ich falsch hier.«

Deutsche Piloten in der Formel 1: Sebastian Vettel (Aston Martin) und Mick Schumacher (Haas) im Gespräch

Deutsche Piloten in der Formel 1: Sebastian Vettel (Aston Martin) und Mick Schumacher (Haas) im Gespräch

Foto: IMAGO/Jerry Andre / IMAGO/Laci Perenyi

Alle Teams und Fahrer im Überblick

Gibt es neue Regeln?

Achtmal in Folge gewann Mercedes zuletzt die Konstrukteursweltmeisterschaft. Um endlich mehr Spannung zu garantieren, wurden die Regeln angepasst. Unter den Ingenieuren sprechen manche vom »größten Wechsel in der Historie des Grand-Prix-Sports«: größere Reifen, kleinere Flügel, strikte Vorgaben bei vielen Abmessungen, dazu noch mehr Crash-Sicherheit und neue Hybridmotoren. Das Einzige, was die meisten Teams aus der Vorsaison übernehmen konnten, war das Lenkrad (Mehr zum neuen Reglement lesen Sie hier ). Mercedes-Teamchef Toto Wolff drückt es wie folgt aus: »Alle Uhren stehen auf null.«

Wo kann ich die Formel 1 verfolgen?

Die Formel 1 wird wie gewohnt auf Sky zu sehen sein. Der Bezahlsender überträgt alle Trainingseinheiten, Qualifyings und Rennen live. Doch auch RTL konnte sich einzelne Rechte sichern: So werden die Rennen in Imola (24. April), Silverstone (3. Juli), Zandvoort (4. September) und São Paulo (13. November) vom Privatsender gezeigt.

Die Weltmeister der vergangenen 30 Jahre

2021 Max Verstappen, Red Bull
2020 Lewis Hamilton, Mercedes
2019 Lewis Hamilton, Mercedes
2018 Lewis Hamilton, Mercedes
2017 Lewis Hamilton, Mercedes

2016 Nico Rosberg, Mercedes
2015 Lewis Hamilton, Mercedes
2014 Lewis Hamilton, Mercedes
2013 Sebastian Vettel, Red Bull
2012 Sebastian Vettel, Red Bull

2011 Sebastian Vettel, Red Bull
2010 Sebastian Vettel, Red Bull
2009 Jenson Button, Brawn GP
2008 Lewis Hamilton, McLaren-Mercedes
2007 Kimi Räikkönen, Ferrari

2006 Fernando Alonso, Renault
2005 Fernando Alonso, Renault
2004 Michael Schumacher, Ferrari
2003 Michael Schumacher, Ferrari
2002 Michael Schumacher, Ferrari

2001 Michael Schumacher, Ferrari
2000 Michael Schumacher, Ferrari
1999 Mika Häkkinen, McLaren-Mercedes
1998 Mika Häkkinen, McLaren-Mercedes
1997 Jacques Villeneuve, Williams-Renault

1996 Damon Hill, Williams-Renault
1995 Michael Schumacher, Benetton-Renault
1994 Michael Schumacher, Benetton-Ford
1993 Alain Prost, Williams-Renault
1992 Nigel Mansell, Williams-Renault

bam