Formel 1 Sauber einigt sich mit Van der Garde

Sie stritten vor Gericht, nun haben sich der Formel-1-Rennstall Sauber und Pilot Giedo van der Garde geeinigt. Der Niederländer verzichtet auf sein Cockpit und erhält dafür eine Abfindung.
Rennfahrer van der Garde: Einigung mit Sauber

Rennfahrer van der Garde: Einigung mit Sauber

Foto: MAL FAIRCLOUGH/ AFP

Hamburg - Der Zoff um einen Formel-1-Stammplatz zwischen dem Sauber-Rennstall und dem früheren Ersatzfahrer Giedo van der Garde ist beigelegt. Der Niederländer erhält vom finanziell angeschlagenen Schweizer Team eine Abfindung und verzichtet im Gegenzug auf seinen Anspruch auf ein Cockpit. "Wir sind froh, dass die Angelegenheit erledigt ist", sagte ein Sprecher des Rennstalls im Schweizer Fernsehen. Zu den Details der Abmachung wolle man sich jedoch nicht äußern.

Der juristische Streit zwischen dem Rennfahrer und Sauber hatte den Saisonauftakt in Melbourne am vergangenen Wochenende überschattet. Van der Garde hatte sich vor Gericht ein Startrecht erstritten. Das Schweizer Privatteam hatte im Vorjahr einen Vertrag mit ihm als Stammpilot für dieses Jahr geschlossen, dann aber den Brasilianer Felipe Nasr und den Schweden Marcus Ericsson verpflichtet und offiziell gemeldet.

Erst am Tag vor dem Grand Prix einigten sich Sauber und van der Garde darauf, dass der Niederländer in Australien auf seinen Anspruch verzichtet. Weil Nasr und Ericsson Sponsorengeld mitbringen, ist Sauber auf ihre Dienste angewiesen. Die Zukunft des Teams steht wegen des Streits mit van der Garde deshalb auf dem Spiel. Die angebliche Abfindung für ihn könnte nun den Rechtsstreit beenden, dürfte Sauber aber noch mehr in finanzielle Bedrängnis bringen.

mon/dpa
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