Formel 1 Schelte für Michael Schumacher

Nach der Pleite beim Großen Preis von San Marino spart die italienische Presse nicht mit Kritik an Michael Schumacher und seinem Ferrari-Rennstall.


Michael Schumacher: "An die Arbeit Ferrari: Ärmel hochkrempeln!"
DPA

Michael Schumacher: "An die Arbeit Ferrari: Ärmel hochkrempeln!"

Rom - So fand die Tageszeitung "Corriere della Sera" wenig schmeichelhafte Worte für die Leistung des Weltmeisters: "Schumis schlechter Start und ein technischer K.o. werden Ferrari zum Verhängnis. Das war die große Enttäuschung von Imola. Ferrari ist im Rückwärtsgang."

Besserung fordert "La Gazzetta dello Sport" vom italienischen Formel-1-Team: "An die Arbeit Ferrari: Ärmel hochkrempeln! Die Enttäuschung von Imola und die Fehler von Brasilien müssen korrigiert werden. Bei Ferrari herrscht roter Alarm."

"Ralf ist nicht nur das kleine Brüderchen"

Besser kommt der Rennstall von Imola-Sieger Ralf Schumacher weg: "Williams-BMW beendet die Alleinherrschaft von Ferrari und McLaren-Mercedes. Die WM ist wieder offen." Für die "La Gazzetta dello Sport" ist der jüngere Schumacher nicht nur wegen seines ersten Grand-Prix-Sieges der große Gewinner von Imola. "Ralf hat die McLaren beim Start stehen gelassen und ist dann gefahren wie einst Prost, Piquet und Mansell. Er ist nicht mehr länger nur das kleine Brüderchen von Michael, der eine rätselhafte Niederlage einstecken musste."

Dass der Sieg seines Bruders für Michael Schumacher ein Trost ist, nimmt "La Repubblica" an: "Bitter für Ferrari, aber Michael wird die Niederlage immerhin durch den ersten Grand-Prix-Sieg seines Bruders versüßt. Ralf hat einen Superstart hingelegt." Ferrari sei hingegen nicht wiederzuerkennen: "Ohne Herz erscheint Ferrari wie ein lahmender Esel. Die Enttäuschung von Imola ist beunruhigend."



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