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Grand Prix in Singapur: Schumacher lässt es krachen

Foto: Clive Mason/ Getty Images

Auffahrunfall mit Vergne Schumacher für Crash bestraft

Erst aufgefahren, dann abgestraft - Michael Schumacher verliert beim nächsten Formel-1-Rennen in Suzuka zehn Startplätze. Der Rekord-Weltmeister erhielt von den Rennkommissaren damit die Quittung für den Crash mit Jean-Eric Vergne beim Grand Prix in Singapur.

Hamburg - Es war kein guter Sonntag für Michael Schumacher. Die Rennkommissare haben den Mercedes-Piloten für den von ihm verursachten Unfall beim Großen Preis von Singapur bestraft. Beim kommenden Lauf in Japan wird der 43-Jährige um zehn Startplätze zurückversetzt. Schumacher habe seinen Fehler bei dem Crash mit Toro-Rosso-Fahrer Jean-Eric Vergne am Sonntag eingeräumt, teilte der Automobil-Weltverband Fia mit. Demnach habe er die Veränderung der Bremskraft seines Autos durch die vorangegangene Safety-Car-Phase unterschätzt.

Kurz nach Ende der ersten Safety-Car-Phase war Schumacher in der 39. Runde Vergne ins Heck gefahren. Beide Autos wurden dabei schwer beschädigt. Aufgrund des Unfalls musste das Safety Car erneut auf die Strecke.

Zunächst hatte Schumacher ein technisches Problem vermutet: "Ich habe nicht zu spät gebremst, sogar einen Tick früher als normalerweise." Später entschuldigte er sich bei Vergne, der dem Deutschen nicht böse war. "Solche Dinge passieren im Motorsport", sagte der Franzose: "Er hat sich entschuldigt und damit ist die Sache erledigt."

Weil es bereits Schumachers zweites Vergehen in dieser Saison war, fiel die Strafe so hart aus. Auch beim Großen Preis von Spanien in Barcelona war er Williams-Pilot Bruno Senna ins Heck gefahren und von der Fia zum Schuldigen des Unfalls erklärt worden. Schumachers Mercedes-Team hatte vergeblich versucht zu belegen, dass der Unfall die Folge eines Bremsdefektes gewesen sei. Deshalb war er in Monte Carlo um fünf Startplätze nach hinten versetzt worden.

Abseits des Schumachers Unfalls fuhr Sebastian Vettel in Singapur zu seinem zweiten Saisonsieg. Der Red-Bull-Pilot kam im Nachtrennen vor McLaren-Pilot Jenson Button und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso im Ferrari ins Ziel. Durch seinen Triumph schob Vettel sich mit nun 165 Punkten hinter Alonso (194 Punkte) auf Platz zwei der WM-Wertung.

max/dpa/sid
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