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22. September 2019, 16:14 Uhr

Großer Preis von Singapur

Vettel holt ersten Saisonsieg, Hamilton schafft es nicht auf das Podium

Charles Leclerc war nach zwei Siegen in Folge der Mann der Stunde bei Ferrari, doch in Singapur schlug Sebastian Vettel im internen Teamduell zurück. Mercedes war überraschend schwach unterwegs.

Sebastian Vettel hat sein erstes Rennen der laufenden Formel-1-Saison gewonnen. In Singapur siegte der deutsche Ferrari-Pilot vor seinem Teamkollegen Charles Leclerc und Max Verstappen von Red Bull. Der WM-Führende Lewis Hamilton von Mercedes schaffte es wie sein Teamkollege Valtteri Bottas überraschend nicht auf das Podium. Obwohl die kurvenreiche Strecke eher Mercedes entgegenkam, wurde Hamilton nur Vierter, Bottas Fünfter.

Beim Start verteidigte Charles Leclerc seine Poleposition gegen Hamilton. An der Spitze des Feldes kam es zu keinen Überholmanövern, die Top-Fünf des Startfeldes, darunter auch Vettel als Dritter, behielten zu Beginn alle ihre Positionen. In der Anfangsphase des Rennens hielt Leclerc seinen Vorsprung auf Verfolger Hamilton konstant bei etwas mehr als einer Sekunde. Nach 17 Runden meldete Hamilton, dass seine weichen Reifen an Grip verlören, er büßte zusehends Zeit auf den Ferrari-Piloten an der Spitze ein.

Zuerst in die Box fuhren aber Vettel und Red-Bull-Pilot Verstappen, beide wechselten in der 20. Runde auf harte Reifen. Eine Runde später folgte auch Leclerc und holte sich die harten Reifen ab. Doch als er aus der Gasse kam, musste sich der Monegasse hinter seinem Teamkollegen Vettel einreihen. Leclerc hatte dafür zunächst kein Verständnis und beschwerte sich per Funk bei seinem Team. Er hatte zuvor zwei Rennen in Folge gewonnen und lag in der WM-Wertung vor Vettel.

Mercedes wählt die falsche Strategie

Obwohl Hamilton schon früh die Abnutzung seiner Reifen gemeldet hatte, blieb er von den Topfahrern am längsten auf der Strecke, um einen möglichst großen Vorsprung rauszufahren. Teamkollege Bottas hatte sich nach seinem Stopp in der 23. Runde einige Sekunden hinter Verstappen einsortieren müssen - ein warnendes Beispiel für Hamilton. Mercedes hatte offenbar eine im Vergleich zu Ferrari und Red Bull schlechtere Reifenstrategie gewählt. Erst nach 26 Runden wechselte Hamilton die Reifen - und kam zwischen Verstappen und Bottas wieder auf die Strecke.

Nach der Hälfte des Rennens ging Vettel in Führung, gefolgt von Leclerc. Verstappen befand sich im Sandwich zwischen den Ferraris und beiden Mercedes-Piloten, Hamilton und Bottas. Als mit George Russell von Williams der erste Pilot ausschied, kam das Safety Car auf die Strecke, die Fahrer rückten wieder enger zusammen. Doch als das Rennen wieder freigegeben wurde, verloren Hamilton und Bottas wieder einige Sekunden auf Verstappen. Das Gleiche wiederholte sich in zwei weiteren Safety-Car-Phasen kurz vor Ende des Rennens. Dadurch konnte Vettel seinen Spitzenplatz verteidigen, Überholmanöver gab es in der Spitze bis zum Schluss nicht mehr.

Hamilton bleibt dennoch der Führende in der WM-Wertung (296 Punkte) vor seinem Teamkollegen Bottas (231). Leclerc ist punktgleich mit Verstappen Dritter (200), Vettel Fünfter (194).

ptz

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