Formel 1 Vettel triumphiert in Singapur

Zum ersten Mal in der Saison startete Sebastian Vettel von der Poleposition und beendete das Rennen souverän als Erster. Nico Rosberg wurde Vierter, sein Teamkollege Lewis Hamilton erlebte hingegen eine Enttäuschung.

AFP

Der Große Preis von Singapur liegt ihm einfach: Sebastian Vettel feierte beim Nachtrennen seinen dritten Ferrari-Sieg. Es ist das vierte Mal, dass der Deutsche auf dem Stadtkurs siegte. Nico Rosberg verpasste das Treppchen und wurde Vierter hinter Daniel Ricciardo und Kimi Räikkönen. Der WM-Führende Lewis Hamilton erlebte eine Enttäuschung, er musste das Rennen wegen eines Defekts vorzeitig beenden.

Erstmals in dieser Saison startete kein Mercedes von der Poleposition, Vettel im Ferrari war im Qualifying die schnellste Zeit gefahren. Beim Start in Singapur verteidigte Vettel die erste Pole für Ferrari seit mehr als drei Jahren. Auch Red-Bull-Pilot Ricciardo und Vettels Teamkollege Räikkönen konnten die Plätze zwei und drei halten. Hamilton und Rosberg blieben Fünfter und Sechster, konnten am Start keine Plätze gut machen.

Vettel begann direkt, sich vom Feld abzusetzen. Bereits nach einer Runde hatte der Deutsche mehr als drei Sekunden Vorsprung auf den Zweiten Ricciardo. Nach sechs Runden waren es 5,3 Sekunden. Währenddessen hatte Max Verstappen ganz andere Schwierigkeiten: Der Niederländer war mit seinem Toro Rosso am Start stehengeblieben, wurde erst in die Box geschoben und ging dann mit einer Runde Rückstand auf die Strecke.

Vettel zog an der Spitze des Feldes seine Runden, unterdessen konnte Hamilton mit dem vor ihm liegenden Daniil Kvyat nicht mithalten und hatte nach fünf Runden bereits 2,7 Sekunden Abstand. Rosberg blieb hinter ihm.

Massa schob Hülkenberg von der Strecke

In Runde 13 kollidierte Felipe Massa in seinem Williams bei der Ausfahrt aus der Boxengasse mit Nico Hülkenberg und schob den Force India von der Strecke. Während Massa weiterfahren konnte, war Hülkenbergs Rennen beendet, er fuhr mit dem Boliden in die Bande. Das Führungstrio und auch die anderen Fahrer nutzten die Safety-Car-Phase, um die Reifen zu wechseln. Kvyat, der bereits vor dem Unfall in die Box gefahren war, musste Hamilton und Rosberg vorbeiziehen lassen, die Mercedes-Piloten schoben sich auf Platz vier und fünf.

Erst in Runde 19 gab es den Neustart und das Feld fuhr wieder im Renntempo. Im Gegensatz zu vorher vergrößerte Vettel seinen Abstand nach der Safety-Car-Phase nicht. Ricciardo und Räikkönen blieben dicht hinter dem Führenden. Hamilton und Rosberg blieben auf vier und fünf auf Abstand, Hamilton hatte in Runde 25 3,5 Sekunden Rückstand auf Vettel.

Hamilton mit Schwierigkeiten

Hamilton verlor weiter, schien Probleme zu haben. Rosberg nutzte die Gelegenheit und zog in Runde 27 an seinem Teamkollegen vorbei. Auch Kvyatt und Bottas überholten Hamilton. Der Brite hatte Probleme mit dem Gas und wurde durchgereicht, erst auf Position zehn, dann 16 und schließlich stellte er seinen Boliden in Runde 34 ab. Das erste Mal seit Belgien 2014 musste der Weltmeister ein Rennen aufgeben.

In Runde 37 kam wieder das Safety Car auf die Strecke, ein Fan lief auf dem Kurs umher. Die Fahrer nutzten die Phase zum zweiten Reifenwechsel, doch Vettels Abstand auf seine Verfolger schrumpfte wieder. Der zweite Neustart, und gleich wieder die gelbe Flagge. Jenson Button im McLaren und Pastor Maldonado im Lotus kollidierten und ein Teil von Buttons Front-Flügel brach ab, er gab später auf.

Vettel gelang es zunächst nicht, sich von Ricciardo abzusetzen, die beiden Piloten fuhren abwechselnd die schnellsten Rundenzeiten. Räikkönen als Dritter und Rosberg als Vierter hatten deutlichen Rückstand auf das Duo an der Spitze. Auf den letzten Runden kontrollierte Vettel das Rennen wieder deutlich und feierte seinen dritten Saisonsieg.

Formel-1-Saison 2015
Die Teams und Fahrer
Mercedes
Lewis Hamilton und Nico Rosberg
Red Bull
Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat
Williams
Felipe Massa und Valtteri Bottas
Ferrari
Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen
McLaren Honda
Fernando Alonso und Jenson Button
Force India
Nico Hülkenberg und Sergio Pérez
Toro Rosso
Max Verstappen und Carlos Sainz jr.
Lotus
Romain Grosjean und Pastor Maldonado
Sauber
Marcus Ericsson und Felipe Nasr
Manor Marussia
Will Stevens und Roberto Merhi
Der Rennkalender
Die Rekorde
Die meisten WM-Titel
Michael Schumacher (7)
Die meisten Grand-Prix-Siege
Michael Schumacher (91)
Die meisten Siege in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 13)
Die meisten Start-Ziel-Siege
Ayrton Senna (19)
Die meisten Podestplätze
Michael Schumacher (155)
Die meisten Podestplätze in einer Saison
Michael Schumacher und Sebastian Vettel (je 17)
Die meisten Pole-Positions
Michael Schumacher (68)
Die meisten Pole-Positions in einer Saison
Sebastian Vettel (15)
Die schnellsten Rennrunden
Michael Schumacher (77)
Die meisten Grand-Prix-Starts
Rubens Barrichello (323)

insgesamt 26 Beiträge
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Seite 1
appel&ei 20.09.2015
1.
die "experten" von rtl verursachen bei halbwegs interessierten zuschauern inzwischen körperlichen schmerz mit ihren kommentaren (verschwörungstheorien über fehlurteile und magnetfelder) und nicht-kommentaren (wie kann ein "experte" auch auf den fachausdruck "bremssattel" kommen?). zu ihrem glück wurden alle safety car phasen komplett übertragen – ab der ersten wieder gefahrenen runde aber werbung gezeigt.
pb-sonntag 20.09.2015
2.
Vettel? Ach ja, den gibt es ja auch noch.
wi_hartmann@t-online.de 20.09.2015
3. na endlich
Der Greis aus England hat die Karten neu gemischt, um die "Spannung" hoch zu halten, durfte diesmal Vettel "Poolposition" fahren. Von ihrem Unterhaltungswert passt dieser Zirkus zu RTL.
kingking123 20.09.2015
4.
hol dir sky
sanfernando 20.09.2015
5. Hülkenberg...
...muss Massa gesehen haben - was hat er erwartet? Dass Massa anhält, um ihn vorbeizulassen? Massa war nun mal da, und Hülki hätte nicht unbedingt ganz nach innen ziehen müssen, somit ist die (leichte) Bestrafung (drei Plätze zurück beim nächsten Rennen) ok! Da müssen die Herren Reporter nicht gleich deutschtümeln
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