Großer Preis von Singapur Pérez holt zweiten Saisonsieg, Verstappen muss auf seinen Titel noch warten

Es war ein zähes Wochenende für Formel-1-Weltmeister Max Verstappen. Wegen eines Patzers seines Teams im Qualifying ging er nur von Platz acht ins Rennen – und vermasselte seine Aufholjagd mit einem Fahrfehler.
Sergio Pérez schnappte sich beim Start die Führung und geriet bis zum Rennende kaum unter Druck

Sergio Pérez schnappte sich beim Start die Führung und geriet bis zum Rennende kaum unter Druck

Foto:

Vincent Thian / AP

Sergio Pérez kam beim Großen Preis von Singapur als Erster ins Ziel. Der Mexikaner vom Rennstall Red Bull gewann vor den beiden Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Carlos Sainz. Weltmeister Max Verstappen (Red Bull), der bei dem Rennen theoretisch die Chance hatte, vorzeitig seinen Titel zu verteidigen, wurde nur Siebter, Rekordchampion Lewis Hamilton (Mercedes) landete auf Platz neun.

Kurz vor Schluss wurde allerdings eine Untersuchung gegen Pérez angekündigt, weil dieser die Safety-Car-Regeln verletzt haben könnte. Ein Ergebnis sollte es erst nach dem Rennen geben.

Der deutsche Fahrer Sebastian Vettel (Aston Martin) gewann auf Position acht WM-Punkte für sein Team. Sein Landsmann Mick Schumacher (Haas) wurde 13., der vorletzte Platz unter den verbliebenen Fahrern im Rennen. Hier sehen Sie das Gesamtklassement:

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Der Start begann mit einigen Positionswechseln. In der Spitzengruppe wurde Leclerc von Pérez kassiert, dahinter gab es einen leichten Kontakt zwischen Hamilton und Sainz, der dadurch Rang drei einnahm. Weiter hinten startete Verstappen vom achten Platz, weil ihm in der letzten Qualifying-Runde am Samstag das Benzin ausgegangen war. Der Niederländer verpatzte den Start und fiel um vier Plätze zurück. Besser lief es für Sebastian Vettel (Aston Martin), der gleich fünf Positionen gutmachte.

Verstappen arbeitete sich allmählich wieder vor, in der sechsten Runde war er schon wieder Neunter. Nach der ersten Safety-Car-Phase, ausgelöst durch eine Kollision zwischen Nicolas Latifi (Williams) und Zhou Guanyu (Alfa Romeo), war das Feld zusammengestaucht und Verstappen zog schnell an Vettel und Pierre Gasly (AlphaTauri) vorbei auf Position sieben. Dann verlor das Rennen an Dynamik.

Hamilton und Verstappen mit Fahrfehlern

Vorn fuhren Pérez und Leclerc in Zweisamkeit davon, zu einem Duell zwischen den beiden kam es aber nicht, dahinter wurden auch selten Überholmanöver versucht. Mehrere Ausfälle und leichte Crashes sorgten für mehrere virtuelle Safety-Car-Phasen. Es durfte nicht überholt werden; weil es kein echtes Safety-Car auf der Strecke gab, wurden die Abstände zwischen den Autos aber auch nicht verringert. In der 33. Runde wurde Hamilton bei einer Attacke auf Sainz auf Platz drei ungeduldig und bremste zu spät. Obwohl er in der Streckenbegrenzung landete, konnte er weiterfahren, die Podiumschancen waren aber dahin.

Verstappen unterlief wenig später ein ähnlicher Fehler. In Runde 40 versuchte er, an Lando Norris vorbeizukommen, war dabei aber zu gierig. Der Red-Bull-Pilot hatte Glück, dass in der Linkskurve eine Auslaufzone war statt einer Wand. Er konnte weiterfahren, fiel aber weit zurück und musste wegen eines beschädigten Reifens auch noch in die Boxengasse. Die Chance zur vorzeitigen WM-Entscheidung war endgültig vertan.

In der WM-Fahrerwertung liegt Verstappen weiterhin klar in Führung. Am kommenden Sonntag (7 Uhr, TV: Sky) bekommt er beim Großen Preis von Japan in Suzuka die nächste Chance, vorzeitig seinen WM-Titel zu verteidigen.

mrk
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.