Sprintrennen in Österreich Schumacher sammelt gegen Hamilton Erfahrung – aber keinen WM-Punkt

Max Verstappen hat mit dem Sieg im zweiten Sprintrennen der Saison seine WM-Führung ausgebaut. Das Duell des Tages lieferte sich Mick Schumacher mit Lewis Hamilton, das bessere Ende hatte der Brite für sich.
Mick Schumacher

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RONALD WITTEK / EPA

Mick Schumacher hat es im Sprintrennen des Großen Preises von Österreich verpasst, seinen fünften WM-Punkt der Saison einzufahren. Nach dem achten Platz in Silverstone, seinem ersten zählbaren Erfolg in der Formel 1, lag der Haas-Pilot lange erneut auf dem achten Rang, der ihm einen Zähler eingebracht hätte. Schumacher wehrte einige Überholmanöver von Lewis Hamilton ab, der in der 22. von 23 Runden dann aber doch vorbeizog.

Seit der vergangenen Saison experimentiert die Formel 1 dreimal pro Saison mit dem Sprintformat, so sollen die Zuschauer an den Strecken bereits am Samstag Rennaction bekommen. Wie schon in Imola im April gewann Max Verstappen auch die zweite Auflage der laufenden Saison. Der Niederländer im Red Bull setzte sich im Heimrennen seines Rennstalls vor Titelrivale Charles Leclerc im Ferrari durch, dessen Teamkollege Carlos Sainz wurde Dritter – in dieser Reihenfolge startet das Trio am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) in das Hauptrennen. »Das war ein sauberes Rennen, das war gut. So wie ein Sprint laufen sollte«, sagte Verstappen.

Schumacher war nach seinem neunten Platz hin- und hergerissen. »Das war schön zu sehen, dass wir dafür den Speed hatten«, sagte er. Allerdings fühlte sich Schumacher von seinem Rennstall und vom Teamkollegen Kevin Magnussen (Siebter, zwei WM-Punkte) nicht ausreichend unterstützt, er hatte schon während des Rennens reichlich Redebedarf am Funk. »Es war unnötig, das auszudiskutieren. Ich hatte das Gefühl, dass ich schneller war. Ich weiß nicht, warum das Team das Gefühl nicht hatte.« Er verstehe das nicht, sagte Schumacher.

Die ersten Acht kassieren in den Sprintrennen WM-Punkte, Verstappen baute seinen Vorsprung dadurch weiter aus. Mit nun 189 Zählern liegt er vor seinem Teamkollegen Sergio Pérez (151) und Leclerc (145).

Sebastian Vettel im Aston Martin musste den Sprint nach schwachem Qualifying von Rang 20 angehen, arbeitete sich zunächst auf Platz 14 vor – und rutschte dann nach einer Berührung mit Alex Albon im Williams in den Kies. Als 19. und Letzter fuhr er dem Feld hinterher und stellte den Wagen schließlich vorzeitig ab.

krä/sid/dpa
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