Reaktion auf Putins Krieg Formel 1 streicht Großen Preis von Russland aus Rennkalender

»Unter diesen Umständen unmöglich, dort zu fahren«: Die Formel 1 wird im September nicht wie geplant in Sotschi an den Start gehen. Das habe der Verband zusammen mit den Teams beschlossen.
Lewis Hamilton auf der Strecke in Sotschi

Lewis Hamilton auf der Strecke in Sotschi

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Luca Bruno/AP

Die Formel 1 hat wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine den Großen Preis von Russland in dieser Saison abgesagt. »Unter den aktuellen Umständen« sei eine Austragung des für den 25. September geplanten WM-Laufs in Sotschi unmöglich, teilte die Rennserie nach Beratungen mit allen Beteiligten mit. »Wir beobachten die Entwicklungen in der Ukraine mit Trauer und Bestürzung«, hieß es in dem Statement weiter.

Seit 2014 fährt die Formel 1 in Sotschi, der russische Präsident Wladimir Putin hat sich stets sehr für den Großen Preis auf dem Gelände des Olympiaparks an der Schwarzmeerküste eingesetzt. Ab dem nächsten Jahr soll die Königsklasse gemäß Vertrag vor den Toren der Millionenmetropole Sankt Petersburg fahren.

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Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel hatte am Donnerstag bereits erklärt, angesichts der russischen Invasion im Falle eines stattfindenden Rennens nicht in Sotschi an den Start zu gehen. »Meine Meinung ist, dass ich dort nicht hin sollte und ich werde es auch nicht. Ich finde es falsch, in diesem Land zu fahren«, hatte der 34-Jährige am Rande der Testfahrten in Barcelona gesagt. Seine Entscheidung stehe bereits fest.

Auch Weltmeister Max Verstappen hatte gesagt, dass die Formel 1 nicht in Russland fahren sollte, jedoch eingeschränkt, dass »das gesamte Fahrerlager darüber entscheiden« solle. Das ist nun offenbar geschehen: Der Entschluss sei gemeinsam mit den Rennställen und »allen relevanten Stakeholdern« am Donnerstagabend getroffen worden, hieß es in dem F1-Statement.

Die Königsklasse des Motorsports hatte zuletzt 2011 aus politischen Gründen auf ein Rennen verzichtet. In Bahrain wurde damals nach politischen Unruhen nicht gefahren, nachdem dort auch Menschen ums Leben gekommen waren.

mon/dpa/sid
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