Formel-1-Streit beendet Heidfeld und Lotus trennen sich einvernehmlich

Es war ein kurzer Kampf um die Rückkehr ins Cockpit: Rennfahrer Nick Heidfeld hat die rechtlichen Schritte gegen Lotus Renault eingestellt - und sich mit dem Rennstall auf eine außergerichtliche Trennung geeinigt. Damit beginnt für den 34-Jährigen die Suche nach einem neuen Arbeitgeber.

Rennfahrer Heidfeld: Zusammenarbeit mit Lotus Renault endgültig beendet
Getty Images

Rennfahrer Heidfeld: Zusammenarbeit mit Lotus Renault endgültig beendet


Hamburg - Das Aus von Nick Heidfeld beim Formel-1-Rennstall Lotus Renault ist perfekt. Der 34-Jährige hat sich mit dem Team außergerichtlich auf die Konditionen der Trennung geeinigt und den von seiner Seite gestarteten Rechtsstreit vor dem High Court in London damit vorzeitig beendet. "Beide Parteien betrachten die Angelegenheit damit als erledigt und werden künftig keine weitere öffentliche Stellungnahme darüber abgeben", teilte das Team am Freitagabend auf seiner Internetseite mit.

"Natürlich bin ich enttäuscht, Renault während der Saison zu verlassen. Ich war überzeugt, im Team weiterhin einen großen Beitrag leisten zu können, aber ich muss die Umstände hinnehmen wie sie sind und meine Aufmerksamkeit auf die Zukunft richten", sagte Heidfeld: "Daher ist es die richtige Entscheidung, unsere Zusammenarbeit zu beenden. Eins steht fest: Bald bin ich wieder im Rennen und das auf höchstem Niveau."

Auch Renault-Teamchef Eric Boullier ist zufrieden, das Kapitel abgeschlossen zu haben. "Unsere Meinungsverschiedenheit mit Nick war unlängst Gegenstand vieler Medienberichte und wir sind froh, eine schnelle und vernünftige Lösung gefunden zu haben. Der Trennungsprozess war bereits sehr schmerzhaft und keiner von uns wollte eine weitere Gerichtsverhandlung", so Boullier.

Lotus Renault hatte Heidfeld zuletzt beim Großen Preis von Belgien in Spa durch den bisherigen Testfahrer Bruno Senna ersetztund erklärt, dass der Brasilianer bis zum Saisonende an der Seite des Russen Witali Petrow fahren soll. Heidfeld hatte auf Einhaltung seines Vertrages geklagt, einigte sich jetzt aber mit dem Rennstall.

Der Deutsche war kurz vor Saisonbeginn für den nach einem Rallye-Unfall schwer verletzten Polen Robert Kubica eingesprungen. Sein bestes Resultat war der dritte Rang im zweiten Rennen in Malaysia. Danach schaffte er es aber nicht mehr, an diese Platzierung anzuknüpfen. Zweitbestes Ergebnis war Rang sieben in der Türkei, im Qualifying zog Heidfeld gegen Petrow 3:8 den Kürzeren.

Nun kann sich der 34-Jährige ganz auf die Suche nach einem neuen Arbeitgeber für das kommende Jahr konzentrieren. Sein Weg könnte ihn in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft führen, wo sein früherer Arbeitgeber BMW in der kommenden Saison ein Comeback feiert. Auch mit Mercedes hatte Heidfeld zu Beginn seiner Karriere und zuletzt als Ersatzfahrer in der Saison 2010 schon zusammengearbeitet.

leh/sid

insgesamt 2793 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
saul7 11.12.2009
1. Die
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
m-pesch, 11.12.2009
2.
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Was ändert sich durch das neue Punktesystem außer das sich taktisches Hinterherfahren nun noch mehr lohnt? Schumachers Punkterekord könnte so natürlich doch irgendwann mal wackeln. :-))
CJ Stroem 11.12.2009
3.
Zitat von saul7Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
Da erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Brieli 11.12.2009
4.
Zitat von CJ StroemDa erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Da merke ich dann wieder, dass es wirklich Menschen gibt, die glauben, dass die F1 ein überaus spannender Sport sein soll. Die F1 wird sowas von künstlich gehypt. Da sind sogar die Boxer, Snooker- und Pokerspieler neidisch.
CJ Stroem 11.12.2009
5. zurück zum Thema
Definitiv wird die neue Saison spannend. Mehr Teams sind immer gut. Die unsägliche Tankanlage hatte zwar in der letzten Saison einige specktakuläre Momente, aber nachdem die Fia ja niemals in der Lage war ein wirklich funktionierendes System bereitzustellen, ist die Abschaffung wohl der einzig sinnvolle Weg. Zudem ist es auch wieder eine weitere Herausforderung an die Fahrer, mit dann wohl vollem Tank, eine Qualifikation zu gewinnen. Da der Reifenwechsel während eines Rennens wohl nicht zur Disposition steht, werden sich auch hier interessante Situationen ergeben. Schade ist nur das KERS wieder abgeschafft wurde. Der Weltmeister 2010 heisst im übrigen Niko Rossberg, aber man wird sehen...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.