Streit in der Formel 1 Mercedes kontert Kritik von Red Bull

Schon nach dem ersten Rennen der Saison liegen Red Bull und Mercedes im Clinch. Der österreichische Rennstall droht mit dem Ausstieg aus der Formel 1 - und gibt dem Rivalen die Schuld. Mercedes legt nun nach.

Silberpfeile in Melbourne: "Wahrscheinlich 100 PS mehr Antrieb als die Konkurrenz"
AFP

Silberpfeile in Melbourne: "Wahrscheinlich 100 PS mehr Antrieb als die Konkurrenz"


Hamburg - Die neue Formel-1-Saison hat gerade erst begonnen - doch Titelverteidiger Mercedes und Red Bull befinden sich bereits auf Kollisionskurs. Christian Horner, Teamchef des österreichischen Rennstalls, hat ein weiter sinkendes Interesse an der Formel 1 prognostiziert, Motorsportberater Helmut Marko sogar mit dem Ausstieg gedroht. Der Grund: die erneut drückende Dominanz von Mercedes.

Das will der Titelverteidiger nicht auf sich sitzen lassen: "Es gibt da in Jerusalem eine Mauer, vor die du dich stellen kannst und klagen. Vielleicht sollten Sie dahin gehen", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Nach dem sechsten Platz für Daniel Ricciardo in Australien und dem Aus für Daniil Kwjat in der Einführungsrunde hatte Horner geschimpft, dass der Renault-Motor des Red Bull "ziemlich unfahrbar" sei und die Situation frustrierend; der Antrieb von Mercedes habe wahrscheinlich 100 PS mehr. Wolff konterte nun: Dann müssten Red Bull und Renault halt die Köpfe zusammenstecken und hart arbeiten, sagte er.

psk/dpa/sid

insgesamt 90 Beiträge
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ptb29 16.03.2015
1. Da in Deutschland in Zukunft keine Rennen
stattfinden werden, interessiert mich dieses Thema noch weniger als bisher. Die F1 ist langweilig. Als Red Bull gewann, war alles in Ordnung, jetzt verlieren sie und weinen wie kleine Mädchen.
crunchy_frog 16.03.2015
2. Schlechte Verlierer
So wie in der 2. Liga, wo sie meinen jegliche Form von Kritik kriminalisieren zu müssen, meinen sie auch in der Formel 1, dass jeder genau das tun muss was sie wollen, wenn sie nur mit den Gelscheinen wedeln. Vielleicht sollte Mercedes langsamer werden, damit der Werbeeffekt für ihr Zuckerwasser nicht gefährdet ist?
gesetzesmensch 16.03.2015
3. Hart arbeiten?
Bei den Restriktionen im Bereich Motorentwicklung kann Renault den unglaublichen Vorsprung von Mercedes gar nicht mehr aufholen. Von daher finde ich die Aussage von Toto Wolff ziemlich lachhaft.
denkdochmal 16.03.2015
4. Die F1 ist längst alles Andere als Motorsport
Klar, die Hersteller wollen sich profilieren. Das ist ihr gutes Recht. So wie es seit Jahren geschieht, wird das, was sie als "Sport" zu verkaufen suchen, zur Farce. Es wird an allen Stellschrauben geschraubt: den Regeln des Wettbewerbs selbst, den Bauvorschriften, der Technik, den Finanzen. Wer viel Geld hat, hat Einfluß und gestaltet so, daß er/sie gewinnt. Von der Box werden Sieger und Verlierer gesteuert. Der Rest ist Staffage. Eine solche Mißgeburt hat die Prädikat "Sport" nicht verdient. Sport ist für mich "Waffen"-Gleichheit d.h. baugleiche, gute, schnelle Fahrzeuge, gute Boxencrews und Fahrer, die fahren können und auch fahren dürfen. So lange das nicht gewährleistet ist, kann sich Herr Ecclestone seinen Haufen einmotten und der Verlust des diesjährigen Rennens in D wäre kein Verlust - im Gegenteil! Im gleichen Sinne gilt das übrigens auch für die sogenannte DTM.
c218605 16.03.2015
5. Pferdestärken mal Ernst nehmen
Sieger eines Rennens sollte wie bei der Springreiter-WM nur der werden, der auch auf dem Auto des stärksten Nichtrennstall-Konkurrenten brilliert welches noch auf das Podest kam. Also gestern - Vettel in den Mercedes und Hamilton in den Ferarri. Beide dann alleine gegeneinander nochmals 10 Runden. Dafür das Hauptrennen eben um 20 Runden verkürzen.
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