Formel-1-Tests in Valencia Vettel vorne, Mercedes mit Problemen

Die Vorbereitungen auf das Formel-1-Jahr beginnen so, wie die Vorsaison aufgehört hat. Weltmeister Sebastian Vettel gelang gleich bei den ersten Tests in Valencia die Bestzeit. Mercedes-Fahrer Nico Rosberg wurde dagegen von einer Panne am neuen Silberpfeil gestoppt.

Mercedes-Pilot Rosberg: Schon nach neun Runden wieder an der Box
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Mercedes-Pilot Rosberg: Schon nach neun Runden wieder an der Box


Hamburg - Weltmeister Sebastian Vettel hat die Saison 2011 bei den ersten Testfahrten in Valencia nur wenige Stunden nach der Präsentation des neuen Red-Bull-Rennwagens gleich mit einer Bestzeit eröffnet. Dabei war der 23-Jährige mehr als sieben Zehntelsekunden schneller als Vize-Weltmeister Fernando Alonso im ebenfalls neuen Ferrari auf Rang fünf. Der Spanier war mit 97 Runden als einziger noch ein bisschen fleißiger als Vettel, der 93 Runden drehte und damit rund 280 Kilometer absolvierte.

"Es war ein sehr guter erster Tag für uns. 93 Runden zum Auftakt sind uns noch nie gelungen. Und was den Speed angeht, ist es besser, ganz oben zu stehen als ganz unten", sagte Vettel nach dem ersten Testtag auf dem Circuit Ricardo Tormo.

Startschwierigkeiten gab es bei Mercedes. Nico Rosberg musste den neuen Dienstwagen, der ebenfalls am Dienstag vorgestellt worden war, nach nur neun Runden wegen eines Hydraulikschadens abstellen und wurde somit am Ende des Tages als 13. und damit Letzter geführt. "Es war auch ein Zeichen vom Team, dass ich als erster rausgefahren bin. Auch wenn der Schuss nach hinten losgegangen ist", so Rosberg.

Haug: "Wir wollen um Siege fahren"

Trotz der Hydraulikprobleme gab sich der Deutsche überzeugt davon, dass Mercedes in diesem Jahr zu den "Top-Teams" gehöre. Auch wegen der Panne gaben die Testfahrten allerdings wenig Aufschluss darüber, ob der MGP W02 mit den Boliden des Weltmeister-Teams Red Bull und von Ferrari diesmal mithält.

"Die Teams werden in den kommenden Wochen bis zum Saisonstart noch deutliche Upgrades liefern. Unsere Zielsetzung hat sich nicht geändert. Wir wollen um Siege fahren, und wir werden am Ende unser Ziel erreichen ", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Er könne jedoch nicht versprechen, "ob es drei, vier, fünf, 17 oder 25 Rennen dauert. Aber wir arbeiten in die richtige Richtung."

Rosbergs Teamkollege Michael Schumacher konnte nach der Reparatur erst eine knappe Dreiviertelstunde vor Ende des Testtages auf die Strecke fahren und landete nach lediglich 15 gefahrenen Runden auf Rang neun. "Interessant, aber kurz", nannte Schumacher seine erste Erfahrung mit dem neuen Wagen. Die Hydraulikprobleme bremsten den 42-Jährigen in seiner Zuversicht nicht: "Ich denke, mit diesem Auto sollten wir in der Lage sein, um Podiumsplätze und - wenn es gut läuft - auch um Siege kämpfen zu können."

Auf Platz zwei hinter Vettel fuhr Nico Hülkenberg, der nach seinem Abschied von Williams erstmals in seiner neuen Rolle als Testfahrer für Force India unterwegs war. Der 23-Jährige war allerdings wie der drittplatzierte britische Ersatzmann Gary Paffett bei McLaren und sein auf Platz vier gelandeter Teamkollege Paul di Resta noch nicht in einem neuen Auto, sondern einem modifizierten Vorjahresfahrzeug unterwegs.

ged/dpa/sid

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hutterhelmut 01.02.2011
1. Es geht in die richtige Richtung......
........aber wir kommen nicht ans Ziel. Wäre Norbert Haug ein Fußball Trainer würde er seit Jahren einen Drittligisten in Burma trainieren. Hat er Schmuddelphotos vom Vorstand im Schliessfach oder wieso ist es möglich dass er noch immer festgeschweisst ist auf diesem Posten wie ein afrikanischer Diktator. Aber als kein grosser Fan von Mercedes sollte mir das eigentlich egal sein.
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