Formel-1-Training in Monaco Vettels Rückstand auf Mercedes beträgt 0,763 Sekunden

Fünf Rennen gab es in dieser Formel-1-Saison, fünfmal dominierte Mercedes. Dass sich das in Monaco ändert, scheint nach dem Freien Training nicht sehr wahrscheinlich.

Sebastian Vettel im Ferrari
VALDRIN XHEMAJ/EPA-EFE/REX

Sebastian Vettel im Ferrari


Die Silberpfeile haben zum Auftakt des Formel-1-Klassikers in Monte Carlo die Konkurrenz beherrscht. Der WM-Führende Lewis Hamilton fuhr im Training zum Großen Preis von Monaco in beiden Einheiten auf Platz eins, seine Bestzeit betrug auf der rund 3,3 Kilometer langen Strecke 1:11,118 Minuten. Teamkollege Valtteri Bottas (+0,081 Sekunden) gelang die zweitschnellste Runde des Tages - weit vor allen anderen. Das Rennen findet am Sonntag statt (15.10 Uhr; Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky und RTL).

Auf Platz drei in der schnelleren Einheit am Nachmittag kam Herausforderer Sebastian Vettel. Der Rückstand des 31-Jährigen war allerdings auch in den engen Straßen von Monte Carlo groß: 0,763 Sekunden lag Vettel hinter der Bestzeit. Ein enormer Abstand für den viermaligen Weltmeister. In der vergangenen Saison war Vettel ebenfalls Trainingsdritter geworden, damals betrug sein Rückstand 0,572 Sekunden. In diesem Jahr ist der Ferrari-Pilot bislang ohne Sieg geblieben.

Sollte die Konkurrenz Mercedes auch am Sonntag unterliegen, hätte das ein Novum zur Folge: Sechs Doppelsiege hintereinander hat es in der fast 70-jährigen Geschichte der Formel 1 nicht gegeben.

"Natürlich wissen wir, dass wir nicht schnell genug sind, um Mercedes zu besiegen, aber wir arbeiten sehr hart daran, um so schnell wie möglich einen Unterschied machen zu können", hatte Vettel vor dem Training gesagt. Teamkollege Charles Leclerc fehlten in den Straßen, in denen er als Kind unter anderem mit dem Bus zur Schule fuhr, sogar mehr als 1,2 Sekunden auf Hamilton.

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Zudem macht Red Bull Druck auf die Scuderia. Am Morgen schob sich der Niederländer Max Verstappen zwischen Hamilton und Bottas, am Nachmittag reihte sich der Franzose Pierre Gasly direkt hinter Vettel ein. Schon vor einem Jahr siegte Vettels Ex-Team durch den damaligen Piloten Daniel Ricciardo im Fürstentum.

Sebastian Vettel
Mark Thompson / Getty Images

Sebastian Vettel

Auch am Rande der Einheiten wurde um die am Montag verstorbene Formel-1-Legende Niki Lauda getrauert. Es sei nicht einfach, zum Rennfahren überzugehen, sagte Toto Wolff. Der Mercedes-Teamchef hatte am Vortag seine Medientermine abgesagt, genau wie Weltmeister Hamilton. Vettel hatte sich zu Ehren Laudas einen Helm mit dessen Namen darauf anfertigen lassen.

Das Qualifying findet am Samstag statt (15.10 Uhr; TV: RTL und Sky). Es ist in Monaco besonders wichtig, weil das Überholen auf der Strecke kaum möglich ist: In den vergangenen 33 Jahren ging der spätere Sieger 26-mal aus der ersten Startreihe ins Rennen.

mon/dpa/sid



insgesamt 2 Beiträge
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birdie 24.05.2019
1. Die siegreiche Phase von Ferrari liegt schon lange zurück.
Denn Ferrari hat es nicht verstanden, geniale Konstrukteure und hoch begabte Ingenieure incl. perfekten Renn-managern/Strategen in einem arbeitsfähigem Team zu vereinen. Und wenn die Verantwortlichen so weitermachen wie bisher, dann wird Ferrari auch von Platz 2 weiter nach unten abrutschen. Das könnte auch Hamilton nicht verhindern, wenn er in diesen übertrieben gesagt "Schrottkisten" unter der Herrschaft von Amateurstrategen im Rennmanagement fahren müsste. Vettel ist daher nahezulegen, dass ein Wechsel zu einem qualifizierteren Rennstall zumindest überlegenswert ist. Denn dass er fahren kann, hat er oft genug bewiesen.
Aleae iactae sunt 24.05.2019
2. Guter Rat ist teuer
und ganz besonders, wenn man Jahre lang guten Rat ignoriert hat. Es müsste gerade etwas ungeschicktes passieren, Z.B. das die MB Piloten sich gegenseitig einbremse. Weil diesmal wird VB keinen Grund mehr sehen, den Wingman zu spielen. Mann man aber zum freien Training sagen, dass nur ungeschickte Teams ihre Karten schon auf den Tisch legen.
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