Nach verbotenem Rosberg-Funkspruch Formel 1 verschärft Regeln

Der verbotene Funkspruch an Mercedes-Pilot Nico Rosberg in Silverstone hat Folgen: Die Fia hat eine Verschärfung der Regeln vorgenommen.

Nico Rosberg in Silverstone
AFP

Nico Rosberg in Silverstone


Die Formel-1-Regelhüter haben die Bestimmungen vor dem Grand Prix von Ungarn erneut verschärft. Künftig dürfen die Piloten während der Rennen zwar über technische Probleme informiert werden, müssen aber ihr Auto danach umgehend zur Reparatur an die Box steuern oder abstellen.

Ein Fall wie der von WM-Spitzenreiter Nico Rosberg, der in Silverstone wegen eines Getriebeproblems am Mercedes von seinem Renningenieur via Funk Hilfe erhielt und so über die letzten Runden kam, soll damit verhindert werden. Erlaubt sind weiter Informationen über Schäden an der Verkleidung des Autos.

"Die Dinge wurden noch mal präzisiert", sagte Rosberg: "Und daran müssen wir uns peinlich genau halten. Das ist in Ordnung, für uns Fahrer wächst damit die Herausforderung."

Hintergrund ist der Artikel 27.1 der sportlichen Regularien. "Der Fahrer muss das Auto allein und ohne Hilfe fahren", heißt es darin. In Silverstone hatten die Rennkommissare nach mehrstündiger Debatte einen Verstoß von Rosberg erkannt und ihm eine Zehn-Sekunden-Strafe aufgebrummt, durch die er von Platz zwei auf drei rutschte. Mercedes verzichtete später auf den ursprünglich angekündigten Protest, kritisierte allerdings eine "empfundene Überregulierung des Sports" und forderte eine präzisere Regelung.

mon/dpa/sid

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Bueckstueck 21.07.2016
1. Albern
Die grundsätzliche Idee durch Funkdisziplin die Fernsteuerung der Piloten zu reduzieren war ja gut, aber bei Hilfe mit technischen Problemen die zu einem Ausfall führen können, sich aber durch ein anderes Verhalten des Fahrers oder einen anderen Betriebsmodus vermeiden lassen würden, mit Strafen zu reagieren, ist albern und am Ende dem Sport nicht förderlich.
Stäffelesrutscher 21.07.2016
2.
»"Der Fahrer muss das Auto allein und ohne Hilfe fahren", heißt es darin.« Und die Reifen wechselt er auch selber, oder wie?
e-dirk 21.07.2016
3.
Zitat von BueckstueckDie grundsätzliche Idee durch Funkdisziplin die Fernsteuerung der Piloten zu reduzieren war ja gut, aber bei Hilfe mit technischen Problemen die zu einem Ausfall führen können, sich aber durch ein anderes Verhalten des Fahrers oder einen anderen Betriebsmodus vermeiden lassen würden, mit Strafen zu reagieren, ist albern und am Ende dem Sport nicht förderlich.
Vielleicht sollte man mit der ganzen Funkerei aufhören und zur alten Boxentafel zurückkehren. Evtl. mit einem zweiten "Signpost" kurz vor dem letzten Drittel der Strecke um den Fahrer zur Box beordern zu können, Dirk
mhuz 21.07.2016
4.
letztes Jahr gab es eine Diskussion wegen der Beschriftung vom Display - Mercedes konnte man gut Ablesen Williams hatte damals noch kleine. Wenn Funkspruch wirklich ein Problem war, warum war die grösse des Display Thema.
Freidenker10 21.07.2016
5.
Reifen kaputt, oder Box, Box, Box würden aus meiner Sicht vollkommen reichen! Die sollen ihre Kisten gefälligst selbst beherrschen!!!
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