Russische Farben Antidopingagentur untersucht Lackierung auf Schumachers Formel-1-Wagen

Weil die russische Flagge wegen Dopingmanipulationen eigentlich bis 2022 aus dem Weltsport verbannt wurde, droht dem Formel-1-Rennstall Haas nun Ärger. Die Lackierung des neuen Boliden besteht aus den russischen Farben.
Das Haas-Auto mit den russischen Farben

Das Haas-Auto mit den russischen Farben

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- / dpa

Nach der Präsentation des Formel-1-Rennwagens für die neue Saison drohen dem Haas-Rennstall möglicherweise Konsequenzen. Wie die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) dem britischen Fachmagazin »Autosport« mitteilte, werde man die Angelegenheit »mit den zuständigen Behörden« untersuchen. Für Haas fährt in der neuen Saison auch Mick Schumacher.

Der US-Rennstall hatte am Donnerstag die Lackierung seiner Boliden vorgestellt und damit für Aufsehen gesorgt. Der VF-21 ist komplett in Weiß, Rot und Blau gehalten und soll so am 28. März beim Saisonstart in Bahrain an den Start gehen.

Die Russlandflagge ist am Heck des Boliden deutlich zu erkennen

Die Russlandflagge ist am Heck des Boliden deutlich zu erkennen

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Haas F1 Team / dpa

Auf Frontflügel und Motorabdeckung ist mit wenig Fantasie die russische Flagge zu erkennen, die jedoch bis einschließlich 2022 aus dem Weltsport verbannt ist. Das hatte der Internationale Sportgerichtshof Cas wegen Dopingmanipulationen entschieden. Von der Zweijahressperre ist auch die russische Hymne betroffen.

Das Team habe »die Lackierung mit der Fia abgeklärt«, teilte der Automobil-Weltverband auf Anfrage des Sport-Informations-Dienstes mit. »Das Cas-Urteil verbietet nicht die Verwendung der Farben der russischen Flagge.« Auch Haas-Teamchef Günther Steiner erklärte, dass die Lackierung besprochen gewesen sei.

»Natürlich können wir die russische Flagge nicht als russische Flagge zeigen, aber wir können die Farben auf einem Auto verwenden. Und es ist der Athlet, der die russische Flagge nicht zeigen darf, nicht das Team. Wir sind ein amerikanisches Team«, sagte Steiner. Der Russe Nikita Masepin bekleidet neben Schumacher das zweite Cockpit.

Der 22 Jahre alte Masepin dürfte nicht ganz unschuldig am neuen Design des in der vergangenen Saison noch silber-roten Boliden sein. Neuer Titelsponsor des klammen Rennstalls ist Ural-Kali, der Chemiekonzern des russischen Milliardärs Dmitri Masepin – Vater von Nikita. Dmitri Masepin werden gute Beziehungen zum russischen Machthaber Wladimir Putin nachgesagt.

hba/sid