Freies Training Ferrari dominiert auch in Malaysia

Es war zwar nur das Freie Training, aber dennoch zeigen die Resultate, dass Ferrari auch beim Großen Preis von Malaysia Favorit ist. Scuderia-Pilot Felipe Massa war am schnellsten. Pech hatte Spyker, das Team scheiterte erneut mit einem Protest.


Sepang – Massa fuhr in beiden Sessions des Freien Trainings Bestzeit. Zum Auftakt benötigte der Brasilianer 1:34,972 Minuten für seine schnellste Runde. Im zweiten Lauf auf dem 5,543 Kilometer langen Kurs waren es bei einer Temperatur von 49 Grad Celsius an der Strecke 1:35,780 Minuten. Die Startaufstellung für das Rennen in Sepang am Sonntag (9 Uhr MESZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wird morgen in der offiziellen Qualifikation ermittelt. Diese beginnt um 8 Uhr MESZ. Hinter Massa folgte mit einer Zeit von 1:35,220 Minuten der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso. Der McLaren-Fahrer erzielte dieses Resultat im ersten Durchgang des Freien Trainings, im zweiten musste sich Alonso mit Rang zwölf begnügen. Der Spanier war zum Saisonauftakt beim Grand Prix von Australien vor zwei Wochen Zweiter geworden.

Melbourne-Sieger Kimi Räikkönen wurde Vierter, der Ferrari-Pilot erreichte eine Zeit von 1:35,779 Minuten. "Michael Schumacher hat Außergewöhnliches für das Team geleistet, aber er hat seine Karriere beendet. Wir sind sehr glücklich mit unseren Fahrern Massa und Kimi Räikkönen und auf dem besten Weg, auch in Malaysia Topresultate zu bringen", sagte Ferrari-Teamchef Jean Todt und erklärte das Kapitel Schumacher für beendet.

Vor Räikkönen platzierte sich der Brite Lewis Hamilton von McLaren-Mercedes (1:35,712). "Ferrari ist sauschnell. Die sind von der Papierform wieder von keinem zu schlagen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, gab mit Blick auf die Wetterprognosen die Hoffnung auf den ersten Mercedes-Sieg seit 18 Monaten nicht auf: "Vielleicht gibt es ja einen Monsunregen. Wir sind erst zufrieden, wenn wir wieder ganz oben stehen."

Bester Deutscher war Williams-Fahrer Nico Rosberg (1:36,308) als Siebter. Toyota-Pilot Ralf Schumacher (1:36,760) kam auf Rang zwölf, Nick Heidfeld (BMW-Sauber/1:36,862) wurde 13. Dessen Teamkollege Sebastian Vettel (1:37,837) belegte den 18. Platz. Der 19-Jährige darf als Testfahrer nur am Freitag im Freien Training eingesetzt werden. "Bester Deutscher - da gebe ich mir einen aus" erklärte Rosberg und stapelte tief: "Die Top Ten wird schwer".

Keine Rolle spielten die Spyker-Piloten Adrian Sutil (1:38,419 Minuten) als 21. und der Niederländer Chrstijan Albers (1:39,807), der 24. wurde. Auch jenseits der Strecke lief es für das Team nicht gut. Die Rennkommissare lehnten einen Protest von Spyker gegen seinen Konkurrenten Toro Rosso ab. Das Gremium erklärte sich für den Fall nicht zuständig. Die Stewarts begründeten ihre Ablehnung damit, dass Spyker bereits vor ein internationales Schiedsgericht außerhalb der Formel 1 gegangen sei.

Spyker behauptet, dass das Auto von Toro Rosso verbotenerweise identische Teile wie der Red-Bull-Bolide enthalte. An beiden Teams ist der österreichische Milliardär Dietrich Mateschitz beteiligt. Spyker hatte schon zum Saisonauftakt gegen Super Aguri protestiert, dem der F1-Neuling ebenfalls vorwarf, eine Kopie des Honda einzusetzen. Wegen eines Verfahrensfehlers war der Einspruch in Australien abgelehnt worden.

ach/AP/dpa



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