GP von Großbritannien Massa vor Kovalainen, neue Strecke ab 2010

Ferrari vor McLaren-Mercedes. Beim Freien Training in Silverstone wurden auch abseits der Strecke wichtige Entscheidungen getroffen. Ab 2010 wird der Große Preis von Großbritannien im Donington-Park gefahren. In Melbourne werden bis 2015 Formel-1-Rennen zu sehen sein.


Hamburg - Der Brasilianer Felipe Massa, der erstmals als WM-Spitzenreiter startet, fuhr im Freien Training zum Formel-1-Rennen am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) in Silverstone zur Bestzeit. "Ich denke, dass ich bereit bin, Weltmeister zu werden", sagte der Ferrari-Pilot anschließend.

Felipe Massa: Fuhr im freien Training zur Bestzeit
AFP

Felipe Massa: Fuhr im freien Training zur Bestzeit

Auch ein Ausrutscher am Vormittag, als bei einem Einschlag das Heck des Ferrari zerstört wurde, konnte Massa nicht vom Erfolgsweg abbringen. Doch sehr viele Schlüsse können aus dem Ergebnis nicht gezogen werden, denn am Samstag sollen starke Regenfälle beim Qualifying (14 Uhr Liveticker, SPIEGEL ONLINE) einsetzen. "Deshalb sind die Ergebnisse nur bedingt hilfreich", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der dennoch zufrieden war: "Es war ein produktiver Tag mit guten und konstanten Zeiten unserer Piloten."

Hinter Massa landeten die beiden McLaren-Mercedes-Piloten Heikki Kovalainen (Finnland) und Lewis Hamilton (Großbritannien). Viertschnellster war der finnische Weltmeister Kimi Räikkönen im Ferrari vor BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica aus Polen. "Ich bin im Moment kein Titelanwärter. Das könnte sich ändern, dann muss ich aber immer Punkte holen", so Kubica, der nach seinem Überraschungssieg in Montreal sogar die WM-Wertung angeführt hatte. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen sagte: "Nach dem schwierigen Wochenende von Magny-Cours gehen wir davon aus, hier wieder in der Spur zu sein."

Bester Deutscher war Sebastian Vettel, der im Toro Rosso Rang sieben belegte. Williams-Pilot Nico Rosberg landete auf dem zehnten Platz, Timo Glock fuhr im Toyota auf die 15. Position. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld kam im BMW-Sauber nicht über Rang 16 hinaus. Den 20. und letzten Platz belegte Adrian Sutil im Force India.

Für die meiste Aufregung sorgte am Freitag der Doppelschlag von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bezüglich des zukünftigen WM-Kalenders. Silverstone wird im nächsten Jahr zum letzten Mal Schauplatz eines Grand Prix sein. Ab 2010 wird der Große Preis von Großbritannien im Donington Park stattfinden. "Die Unsicherheit ist endlich vorbei. Wir haben einen Vertrag mit Donington, die Zukunft des britischen Grand Prix ist gesichert", sagt Ecclestone.

Das wegen der frühen Startzeit bedrohte Rennen in Melbourne bleibt nach einem Kompromiss bis 2015 im WM-Kalender. Ecclestone und der Premierminister des australischen Bundesstaates Victoria, John Brumby, unterschrieben einen Fünfjahresvertrag. In Melbourne findet traditionell der Saisonauftakt statt. Das Rennen stand zuletzt auf der Kippe, nachdem die Australier Ecclestones Forderung nach einem Nachtrennen nicht erfüllen wollten.

jar/sid

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