GP von Indianapolis Deutsches Talent Vettel ersetzt Kubica

Die Ärzte verhindern das Comeback: BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica darf nicht beim Großen Preis der USA in Indianapolis starten. Die Fia-Mediziner erteilten dem Polen ein Startverbot. Testfahrer Sebastian Vettel kommt damit zu seinem ersten Grand-Prix.


Indianapolis - Die Ärzte hielten den 22-jährigen Kubica vier Tage nach dem Crash in Montréal noch nicht wieder für fit genug, ein Rennen zu bestreiten. Kubica hatte am vergangenen Sonntag einen schweren Unfall beim Großen Preis von Kanada bis auf ein paar Prellungen unverletzt überstanden.

Talent Vettel: Premiere in Indianapolis
AP

Talent Vettel: Premiere in Indianapolis

"Ich fühle mich hundertprozentig fit und habe keine Schmerzen", hatte der Pole noch vor der Untersuchung gesagt. Er wollte mit einem schnellen Comeback zur Normalität zurückkehren. "Ich bin natürlich enttäuscht, aber ich respektiere die Entscheidung", sagte Kubica. Zumindest mental hat er den Horror-Crash vom vorigen Sonntag perfekt verarbeitet. Er weiß aber dennoch, bei wem er sich nach dem Crash am Sonntag in Montreal unter anderem bedanken muss. "Bei jemandem, der da oben ist. Denn es gibt einfach keine vernünftige Erklärung dafür, dass ich nicht mal einen Finger gebrochen habe", sagte Kubica der "Bild"-Zeitung: "Ich hätte mich auch beim Treppensteigen schwerer verletzen können."

Aussagen, die er später in Indianapolis vor der internationalen Presse wiederholte. Außerdem dankte Kubica auch den Technikern des Automobil-Weltverbandes: "Wenn ich mit einem Formel-1-Auto vor zehn Jahren verunglückt wäre, würden wir jetzt hier nicht reden. Darum danke an alle Leute in der Fia, die alles für mehr Sicherheit tun."

BMW-Sauber wird jetzt erstmals in der noch jungen Geschichte des Teams mit zwei deutschen Fahrern in ein Formel-1-Rennen gehen - der 19-jährige Vettel hat bisher lediglich als Freitagsfahrer Formel-1-Erfahrung gesammelt.

Der junge Hesse erhielt bei BMW den Vorzug vor dem anderen deutschen Testfahrer Timo Glock. Der aktuelle GP2-Spitzenreiter Glock, der jetzt als Ersatzfahrer zur Verfügung steht, und BMW-Sauber-Stammpilot Nick Heidfeld waren am 24. Oktober 2004 bei Jordan die beiden letzten Deutschen, die gemeinsam für ein Team einen Grand Prix bestritten.

fpf/sid



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