GP von Monza Schumacher wieder auf Titelkurs

Durch den Sieg beim Großen Preis von Italien konnte Michael Schumacher seinen Rückstand in der Gesamtwertung fast vollständig wettmachen - denn Weltmeister Fernando Alonso kam nicht ins Ziel. Der Renault-Pilot war schon vor dem Start stocksauer.


Monza - Eine Rauchwolke entscheidet womöglich über die Formel-1-Weltmeisterschaft 2006. Sie stieg in der 44. Runde aus dem Motor des Renault von Fernando Alonso auf, der Weltmeister und Führende der Gesamtwertung musste seinen Wagen am Pistenrand abstellen.

Zu diesem Zeitpunkt war Alonso vom zehnten Startplatz auf Rang drei vorgefahren - und hätte damit lediglich vier Punkte auf den überlegenen Sieger Michael Schumacher im Ferrari verloren. Durch Alonsos Ausfall kommt es in der Gesamtwertung zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Der Spanier hat drei Rennen vor Saisonende mit 108 Zählern nur noch zwei Punkte Vorsprung auf Michael Schumacher.

Überraschend fuhr der Pole Robert Kubica im BMW-Sauber auf Platz drei. Einen WM-Punkt ergatterte auch sein Teamkollege Nick Heidfeld als Achter. Der Deutsche wurde in der Boxengasse mit überhöhter Geschwindigkeit geblitzt und vergab eine bessere Platzierung. Ralf Schumacher im Toyota landete auf Platz 15. Nico Rosberg im Williams fiel nach zehn Runden mit einem Defekt aus.

Die rund 100 000 Tifosi feierten Schumacher im "Autodromo di Monza" überschwänglich. Beim letzten Rennen der Saison in Europa zeigte der 37- Jährige auf den 53 Runden eine Galavorstellung und kam nach 306,720 Kilometern in 1:14:51,975 Stunden ins Ziel. Alonso hatte sich nach einer umstrittenen Blockade in der Qualifikation und einem Ferrari- Protest vor dem Start eine Strafversetzung um fünf Plätze nach hinten eingehandelt. Der Weltmeister war darüber zutiefst verärgert: "Ich bin Sportler. Aber ich betrachte die Formel 1 nicht mehr als Sport".

all/sid/dpa



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