Grand Prix der USA "Das ist der Horror"


Jacques Villeneuve (Sauber):

"Das ist der Horror. Es hätte nie so weit kommen dürfen. Wenn ich heute Zuschauer gewesen wäre, hätte ich meinem Ärger auch gehörig Luft gemacht. Und ich glaube, in den USA kann die Formel 1 das nie wieder gutmachen."

Frank Williams (Williams-Teamchef): "Das heute bedeutet einen schweren, schweren Schaden für die Formel 1. In Nordamerika ist der Schaden vielleicht sogar unwiderruflich. Alle Teams sind zutiefst unglücklich über die Situation."

Norbert Haug (Mercedes-Sportchef): "Für uns gab es hier keine Chance, dieses Rennen zu fahren, da wir uns da völlig auf unseren Partner Michelin verlassen mussten. Wenn die sagen, wir sollen den Reifen nicht benutzen, wären wir wirklich schlecht beraten, wenn wir uns über diesen Vorschlag hinwegsetzen. Leidtragende hier waren die Zuschauer."

Mario Theissen (BMW-Motorsportdirektor): "Sicherheit ist oberstes Gebot. Es ist klar, dass wir uns nicht über die Anweisungen von Michelin hinwegsetzen und die Sicherheit der Fahrer riskieren können. Wir sind alle leidenschaftliche Motorsportler und haben alles Mögliche unternommen, um hier Rennen fahren zu können. Es tut uns Leid für die Zuschauer, aber wir hatten keine andere Wahl. Es stand bereits am Sonntagmorgen fest, dass wir hier kein Rennen fahren können, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden, das Tempo der Autos in Kurve 13 zu reduzieren."

Paul Stoddart (Minardi-Teamchef): "Das ist kein Rennen, das ist eine Farce. Kein Mensch kann dieses Rennen ernst nehmen. Dieser Tag wird noch viele Komplikationen nach sich ziehen. Es tut mir Leid für die Zuschauer. Sicherheit muss vor der Politik kommen. Sowas darf nicht passieren, der ganze Tag war ein Witz. Schuld hat eindeutig die Fia, sie hätte dem Michelin-Vorschlag zustimmen müssen."

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