Grand Prix von Japan Michael Schumacher siegt zum Abschluss

Auch beim Saisonfinale in Suzuka zeigte Michael Schumacher noch einmal seine Extraklasse. Der fünfmalige Weltmeister entschied den Großen Preis von Japan souverän für sich.


Michael Schumacher: "Fantastisches Jahr"
AP

Michael Schumacher: "Fantastisches Jahr"

Suzuka - Michael Schumacher feierte am Sonntagmorgen MESZ mit dem Erfolg im japanischen Suzuka seinen elften Saisonsieg. Für den 33-Jährigen war es vor 118.000 Zuschauern der insgesamt 64. Triumph seiner Karriere in einem Grand-Prix-Rennen.

Zudem stellte Michael Schumacher, der von der Pole-Position gestartet war, mit seinem fünften Sieg in Japan einen weiteren Formel-1-Rekord auf. Noch nie hatte es zuvor ein Fahrer geschafft, in allen 17 WM-Läufen einer Saison auf dem Siegerpodium zu stehen. "Dieses Jahr war wirklich fantastisch", sagte der Deutsche, "aber es wird schwer sein, so etwas jemals zu wiederholen." Auch Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo zeigte sich zufrieden: "Es war eine unvergessliche Saison."

Zweiter wurde Michael Schumachers Teamkollege Rubens Barrichello. Ferrari kam in Japan zum neunten Doppelsieg der Saison. Mit ihrem 15. gemeinsamen Erfolg avancierten Michael Schumacher und der Brasilianer zum erfolgreichsten Fahrerduo aller Zeiten. "Darauf können wir stolz sein", urteilte Barrichello.

Montoya wird WM-Dritter

Auf Rang drei beim Großen Preis von Japan kam der finnische McLaren-Mercedes-Fahrer Kimi Räikkönen. Mit seinem vierten Rang und 50 Punkten sicherte sich der Kolumbianer Juan Pablo Montoya (BMW-Williams) Platz drei in der Fahrer-WM hinter Michael Schumacher (144) und Barrichello (77). In der Konstrukteurswertung siegte Ferrari mit 221 Punkten vor BMW-Williams (92) und McLaren-Mercedes (65).

Ralf Schumacher schied in seinem 100. Grand-Prix-Rennen mit technischen Problemen an seinem BMW-Williams nach 48 Runden aus. "Das Ziel war zum Greifen nah", ärgerte sich der Deutsche, der in der Gesamtwertung mit 42 Punkten Vierter wurde.

Sato überrascht mit Rang fünf

Für David Coulhard (McLaren-Mercedes) war der 17. WM-Lauf noch früher beendet. Bereits in Runde sieben musste der Schotte seinen "Silberpfeil" in der Box abstellen. Sauber-Fahrer Nick Heidfeld kam in seinem 50. F1-Einsatz auf Platz sieben und wurde in der Fahrerwertung mit sieben Punkten Zehnter. Sein neuer Partner Heinz-Harald Frentzen, der beim Japan-Grand-Prix nicht am Start war, landete mit zwei Zählern auf Rang 17.

Für die gastgebenden Japaner endete die Saison mit einem überraschenden Erfolg. Takumo Sato im Jordan-Honda holte beim Heim-Grand-Prix seine ersten beiden WM-Punkte. "Das ist das schönste Gefühl in meinem Leben", sagte Sato, durch dessen Coup der Jordan-Rennstall das höher eingeschätzte Jaguar-Team in der Markenwertung auf Platz sieben verdrängte.

McNish musste zuschauen

Allan McNish hatte nach seinem schweren Unfall am Samstag in der Qualifikation keine Starterlaubnis für das Rennen bekommen. Im Aufwärmtraining am Sonntagvormittag war der Schotte, dessen Vertrag bei Toyota nicht verlängert wird, noch 13. geworden. "Das ist enttäuschend. Ich wäre gerne gefahren, aber ich durfte nicht", sagte der 32-Jährige.

Insgesamt geht die Formel 1 schweren Zeiten entgegen. Die TV-Einschaltquoten sinken, Sponsoren springen ab. "Wir müssen für mehr Spektakel sorgen und die Kosten senken", fordert Fia-Präsident Max Mosley. Willi Weber, Manager der Schumacher-Brüder, sieht es ähnlich: "Ich muss klar sagen. Das Geschäft ist rückläufig."



© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.