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Formel-1-Rennen in Melbourne: Sicherer Sieg, tiefer Frust

Foto: TORSTEN BLACKWOOD/ AFP

Großer Preis von Australien Vettel triumphiert beim Saisonauftakt

Erstes Rennen, erster Sieg: Sebastian Vettel ist auch in der neuen Formel-1-Saison in Topform. Der Weltmeister gewann das Auftaktrennen im australischen Melbourne souverän vor Lewis Hamilton im McLaren. Für die Mercedes-Piloten Michael Schumacher und Nico Rosberg war frühzeitig Schluss.

Hamburg - Überlegen siegte Sebastian Vettel beim Großen Preis von Australien. Am Ende hatte der Formel-1-Weltmeister im ersten Rennen der Saison 22,3 Sekunden Vorsprung vor McLaren-Pilot Lewis Hamilton. Dritter mit mehr als 30 Sekunden Rückstand wurde Witali Petrov im Lotus Renault vor Fernando Alonso (Ferrari, +31,7 Sekunden), Mark Webber (Red Bull, +38,2) und Jenson Button (McLaren, +54,3).

Von der Pole-Position gestartet, setzte sich Vettel sofort an die Spitze des Feldes und verteidigte seinen ersten Platz über die kompletten 58 Runden erfolgreich. Nur während Vettels erstem Boxenstopp lag Hamilton kurz in Front, gab den ersten Platz aber schnell wieder an den Deutschen ab. Vettel feierte den elften Formel-1-Sieg seiner Karriere und setzte sich in der WM-Wertung mit 25 Punkten an die Spitze.

"Ich bin sehr glücklich. Es ist ein toller Tag, es hat alles gestimmt", kommentierte Vettel seinen ersten Sieg in Australien im fünften Versuch: "Es war ein Rennen ins Ungewisse, weil man nicht wusste, was man erwartet. Ich glaube, dass uns das sehr gut gelungen ist."

Mercedes-Piloten Schumacher und Rosberg scheiden aus

Eine große Enttäuschung erlebte hingegen Mercedes-Pilot Michael Schumacher. Nachdem ihm Jaime Alguersuari mit seinem Toro Rosso ins Heck gefahren war, kam der Rekord-Weltmeister von der Piste ab und manövrierte seinen Silberpfeil auf der rechten Felge an die Box. Schumacher fiel ans Ende des Feldes zurück und stellte seinen Boliden später an der Box ab.

"Ich habe einen sehr großen Unterschied im Fahrverhalten des Autos zwischen Links- und Rechtskurven gespürt", sagte Schumacher: "Das Team hat dann gesagt, hör auf, es hat keinen Sinn. Es ist zu gefährlich, wer weiß, was sonst noch kaputtgegangen ist." Wenig später erwischte es auch Schumachers Teamkollegen Nico Rosberg nach einem riskanten Überholmanöver von Williams-Pilot Rubens Barrichello. "Wir sind mit ganz anderen Erwartungen hergekommen", sagte Schumacher enttäuscht.

Adrian Sutil (Force India) profitierte davon, dass die Sauber-Piloten Sergio Perez und Kamui Kobayashi wegen Regelverstößen nachträglich disqualifiziert wurden. Das Team hat angekündigt, dagegen Einspruch einzulegen. Die Rennkommissare in Melbourne entschieden, dass die Heckflügel an den Autos der beiden Piloten nicht dem Reglement entsprechen. Dem Mexikaner Perez wurde Platz sieben aberkannt, dem Japaner Kobayashi Rang acht. Das Schweizer Sauber-Team verlor damit zehn WM-Punkte. Sutil rückte dadurch von Rang elf auf Rang neun vor und ergatterte so zwei Zähler. Nick Heidfeld im Lotus Renault belegte in der überarbeiteten Wertung Platz 12, Timo Glock im Marussia Virgin wurde 15.

ham/sid/dpa
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