Großer Preis von Bahrain Hamilton und Rosberg holen Mercedes-Doppelsieg

Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Bahrain gewonnen. Der Mercedes-Pilot verwies beim dritten Saisonrennen der Formel 1 seinen Teamkollegen Nico Rosberg auf den zweiten Platz. Weltmeister Sebastian Vettel wurde Sechster.

Getty Images

Hamburg - Die Dominanz von Mercedes in der Formel 1 hält an: Beim Großen Preis von Bahrain feierten die Silberpfeile einen Doppelsieg - Lewis Hamilton gewann das Nachtrennen in Sakhir vor Nico Rosberg. Für den Briten war es nach seinem Erfolg in Malaysia bereits der zweite Triumph in Folge. Dritter wurde Sergio Pérez im Force India.

"Ich bin sehr stolz, es war ein tolles Rennen, Nico ist ein fantastisches Rennen gefahren", sagte Hamilton. "Ich mag es überhaupt nicht, Zweiter zu werden. Es hat aber trotzdem Riesenspaß gemacht, das war ein Tag für den Sport, eine große Show, die wir heute mit den Silberpfeilen geboten haben", ergänzte Rosberg.

Sebastian Vettel erlebte dagegen einen durchwachsenen Grand Prix. Von Platz zehn gestartet, konnte sich der Weltmeister auf Rang sechs verbessern. Probleme mit dem DRS-System verhinderten eine noch größere Aufholjagd des Red-Bull-Piloten. Zweitbester Deutscher hinter Rosberg wurde Nico Hülkenberg, der als Fünfter ins Ziel kam. Einen völlig gebrauchten Tag erwischte Sauber-Pilot Adrian Sutil, der nach einer Kollision in Runde 14 mit Marussia-Mann Jules Bianchi das Rennen vorzeitig beenden musste.

In der WM-Wertung bleibt Rosberg mit nun 61 Punkten in Führung, gefolgt von Hamilton (50) und Hülkenberg (28). Vettel ist Sechster (23).

Rosberg, der am Samstag das Qualifying gewonnen hatte, erwischte keinen guten Start und konnte seine Spitzenposition im Duell mit seinem Teamkollegen Hamilton nicht behaupten. Hinter dem Mercedes-Duo machte Felipe Massa im Williams gleich vier Plätze gut und schob sich von Rang sieben auf Position drei vor. Hülkenberg im Force India verbesserte sich von Platz elf auf Rang sechs.

Vettel gelang in der Startphase keine Verbesserung. Auch in den ersten Runden schaffte es der Weltmeister nicht, sich von Platz zehn nach vorne zu arbeiten. Während Vettel vergeblich versuchte, den vor ihm fahrenden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen zu überholen, bauten Hamilton und Rosberg an der Spitze ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Nach zwölf Runden lag Massa auf Rang drei bereits zwölf Sekunden hinter den beiden Silberpfeilen.

Maldonado schießt Gutierrez ab

In der 14. Runde hatte Vettel dann mit Problemen an seinem DRS-System zu kämpfen. "Es funktioniert nicht mehr", funkte der 26-Jährige an die Box. Statt die erhoffte Aufholjagd zu starten, musste Vettel seinen Red-Bull-Teamkollegen Daniel Ricciardo passieren lassen.

An der Spitze lieferten sich Hamilton und Rosberg ein packendes Duell mit mehreren Führungswechseln, das erst durch den ersten Boxenstopp von Hamilton unterbrochen wurde. Während der Brite sich neue Reifen abholte, blieb Rosberg zunächst auf der Strecke und kam erst zwei Runden später zu seinem Reifenwechsel. Das Resultat: Hamilton konnte sich etwas von Rosberg absetzen (6 Sekunden/26 Runde).

Zur Hälfte des Rennens schaffte es Vettel dann, Räikkönen zu überholen und kämpfte sich bis auf Rang sechs vor - zu mehr reichte es am Ende aber nicht, obwohl sein DRS offensichtlich wieder funktionierte.

Für eine Schrecksekunde sorgte Pastor Maldonado, der mit seinem Lotus den Sauber-Piloten Esteban Gutierrez regelrecht abschoss. Der Bolide von Gutierrez überschlug sich und blieb knapp neben der Strecke liegen. Der Mexikaner konnte aber aus eigener Kraft aus dem Auto klettern und blieb offenbar unverletzt.

Von der anschließenden Safety-Car-Phase profitierte Rosberg, der zum Führenden Hamilton aufschließen konnte und für die letzten zehn Runden zudem die frischeren Reifen hatte. Erneut entwickelte sich ein packendes Duell zwischen den beiden Silberpfeilen - Rosberg attackierte, Hamilton konterte. Letztlich rettete der Brite den Sieg knapp ins Ziel.

mib

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Nabob 25.02.2014
1. Bereits früher wartete man bis Barcelona,
Zitat von sysopNeue Motoren, neue Aerodynamik, neue Regeln: Die kommende Formel-1-Saison ist geprägt von tiefgreifenden Veränderungen. Kann Sebsatian Vettel dennoch seinen fünften Titel in Folge gewinnen? Oder gelingt den Silberpfeilen von Mercedes die Wachablösung? Und wie stark ist Ferrari mit seiner neuen Fahrerpaarung Fernando Alonso/Kimi Räikkönen?
um beurteilen zu können, welches Potential jedes Auto hat - das wird nun bei einer völligen technischen Änderung von 2013 nach 2014 erst recht gelten. Die schnelle Testfahrt des Nico Rosberg durch den journalistischen Durchlauferhitzer zu drücken, sagt inhaltlich nichts. Am Ende wird der Fahrer vorn stehen, dessen Rennstall am meisten Budget und know-how zur Verfügung hat, das fahrerische Potential wird noch weiter in den Hintergrund treten und die Gründe für Siege werden für den Zuschauer immer unergründlicher. Spielzeugveranstaltung für Erwachsene, mit Sport ist da nicht mehr viel und Formel 1 als Technologieträger für die spätere Serie ist auch antiquarisch.
licea_felipe 01.03.2014
2.
Die schnelle Testfahrt des Nico Rosberg durch den journalistischen Durchlauferhitzer zu drücken, sagt inhaltlich nichts
Nonvaio01 01.03.2014
3. ich denke
Zitat von sysopNeue Motoren, neue Aerodynamik, neue Regeln: Die kommende Formel-1-Saison ist geprägt von tiefgreifenden Veränderungen. Kann Sebsatian Vettel dennoch seinen fünften Titel in Folge gewinnen? Oder gelingt den Silberpfeilen von Mercedes die Wachablösung? Und wie stark ist Ferrari mit seiner neuen Fahrerpaarung Fernando Alonso/Kimi Räikkönen?
wenn 10 Autos beim start der F1 in Ziel kommen ist das ein gutes ergebnis. So wie es momentan aussieht muss man nur durchkommen und man hat punkte, so koennen die kleinen teams am anfang der saison jedenfalls punkten.
rööp 01.03.2014
4.
Zitat von Nonvaio01wenn 10 Autos beim start der F1 in Ziel kommen ist das ein gutes ergebnis. So wie es momentan aussieht muss man nur durchkommen und man hat punkte, so koennen die kleinen teams am anfang der saison jedenfalls punkten.
Ich sehe dem auch eher skeptisch entgegen. Alle Teams haben riesige Probleme mit dem neuen Reglement. Die Jagd nach 10tel oder 100stel ist wohl erst mal zweit, bzw. drittrangig. Aktuell steht VET schon wieder in Bahrain.
rööp 02.03.2014
5. 02.03.2014 Liveticker
Zitat von Nonvaio01wenn 10 Autos beim start der F1 in Ziel kommen ist das ein gutes ergebnis. So wie es momentan aussieht muss man nur durchkommen und man hat punkte, so koennen die kleinen teams am anfang der saison jedenfalls punkten.
09:31 Uhr Longrun für Vettel Sebastian Vettel - wer hätte das gedacht? - hat seinen ersten Longrun absolviert. Rund 15 Umläufe waren das, und die Zeiten waren im Bereich von 1:39 bis 1:41 Minuten. Da waren andere schon langsamer. Heißt also: Wenn der RB10 mal läuft, ist er vorne dabei... 10:09 Uhr Rote Flagge Und wer ist der Übeltäter? Sebastian Vettel im Red Bull, wie könnte es anders sein. Der RB10 steht entgegen der Fahrtrichtung neben der Strecke, Feuerlöscher sind im Einsatz. Der Deutsche war gerade auf einem längeren Run. 10:26 Uhr Stand nach dreieinhalb Stunden 01. Valtteri Bottas (Williams) 1:34.797 02. Fernando Alonso (Ferrari) +0,712 03. Nico Hülkenberg (Force India) +0,780 04. Jean-Eric Vergne (Toro Rosso) +0,904 05. Adrian Sutil (Force India) +1,670 06. Jenson Button (McLaren) +3,314 07. Kamui Kobayashi (Caterham) +3,856 08. Romain Grosjean (Lotus) +4,505 09. Sebastian Vettel (Red Bull) +4,911 10. Max Chilton (Marussia) +6,445
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