Großer Preis von Belgien Schumacher zieht den Hut vor Räikkönen

Kimi Räikkönen hat sich einmal mehr als Trainingsspezialist bewiesen. Am ersten Übungstag vor dem Großen Preis von Belgien war der Finne schneller als Michael Schumacher im Ferrari, der sich zum Rennwochenende mit neuer Haarpracht präsentierte. Ob Räikkönen seine Form übers Wochenende halten kann, ist eine andere Frage.


Kimi Raikkönen: Halbe Sekunde vor Schumacher
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Kimi Raikkönen: Halbe Sekunde vor Schumacher

Spa-Francorchamps - Michael Schumacher belegte im freien Training zum Großen Preis von Belgien in Spa heute insgesamt Rang vier. In der Addition der Zeiten der beiden Trainingsfahrten waren neben dem Finnen Räikkönen, der im McLaren-Mercedes in 1:44,701 Minuten Bestzeit fuhr und einen Vorsprung von knapp einer halben Sekunde auf Schumacher (1:45,137) hatte, auch BAR-Fahrer Jenson Button aus England (1:45,015) sowie dessen Landsmann und BAR-Testpilot Anthony Davidson (1:45,104) schneller als der in der Schweiz lebende Rheinländer, der auf seiner Lieblingsstrecke am Sonntag seinen siebten WM-Titel perfekt machen kann.

Räikkönen fiel in dieser Saison schon mehrfach durch gute Leistungen im freien Training auf, doch bei insgesamt 13 Rennen in dieser Saison kam er nur sechsmal ins Ziel. "McLaren-Mercedes muss man hier als stark einschätzen. Das hat sich schon im Vorfeld abgezeichnet", traut Schumacher den Silberpfeilen auf dem mit 6,976 Kilometer längsten Kurs im Grand-Prix-Kalender indes einiges zu. Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug meinte nach der Bestzeit und David Coulthards sechstem Rang: "Am Samstag wird es regnen. Deshalb sind wir mit der heutigen Basis zufrieden."

Schumacher, der auf dem anspruchsvollen Ardennenkurs schon mehrfach seine Qualitäten als "Regenspezialist" bewiesen hat, ist das Wetter egal. "Ich hoffe, dass es so bleibt", wünschte er sich zwar eher erneut trockene Bedingungen. "Aber ich habe nichts gegen Regen."

Michael Schumacher, blondiert und bester Laune: "Habe nichts gegen Regen"
DPA

Michael Schumacher, blondiert und bester Laune: "Habe nichts gegen Regen"

Für den vorzeitigen Gewinn des Weltmeistertitels muss Schumacher (120 Zähler) zwei Punkte mehr holen als sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello (82), der heute Rang acht belegte (1:45,605). Vor Barrichello landeten noch der Schotte David Coulthard im zweiten McLaren-Mercedes als Sechster (1:45,507) und sein Landsmann Antonio Pizzonia im BMW-Williams (1:45,559). Der zweite BMW-Williams-Pilot Juan Pablo Montoya aus Kolumbien (1:45,678) wurde Zehnter. Der Mönchengladbacher Jordan-Pilot Nick Heidfeld belegte Rang 21 (1:48,803) unmittelbar vor Jordan-Testpilot Timo Glock aus Wersau (1:48,817).



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