Großer Preis von Italien Ärger vor dem Start

Vor dem Großen Preis von Italien in Monza herrschte Unstimmigkeit über das verabredete Startprozedere. Im Zentrum der Kritik: Schumacher-Intimus Jacques Villeneuve.


Monza - Die geäußerten Sorgen erwiesen sich als unbegründet. Zuerst hatte es in der Fahrersitzung am Vormittag einen kleineren Eklat gegeben, weil einer der 22 für den Großen Preis von Italien qualifizierten Piloten, Jacques Villeneuve (BAR), sich geweigert hatte, dem Mehrheitsbeschluss seiner Kollegen zu folgen: Die hatten sich darauf verständigt, in den ersten beiden Schikanen von Monza nicht zu überholen.

Etwa zehn Minuten vor dem Start schritt Weltmeister Michael Schumacher in seiner Eigenschaft als ein Sprecher der Fahrervereinigung GPDA die gesamte Startaufstellung ab, sprach kurz mit nahezu allen Piloten und beschwor sie beim Start, umsichtig zu agieren. Einen Kontakt mit den BAR-Piloten Olivier Panis und Villeneuve mied Schumacher dabei.

Lauda beschwert sich über Arrows und Benetton

Dann sorgte eine Äußerung von Jaguar-Teamchef Niki Lauda für Irritation. Lauda behauptete, die Fahrer wären sich schlussendlich über umsichtiges Fahren zu Beginn des Rennens einig gewesen. Dann aber hätten die Teamchefs Tom Walkinshaw (Arrows) und Flavio Briatore (Benetton) erklärt, so Lauda, dass sich ihre Fahrer an dieser Aktion nicht beteiligen werden und damit alle guten Absichten über den Haufen geworfen.

Wie gesagt - die Sorgen erwiesen sich als unbegründet. Zwar gab es kleinere Kollisionen in der zweiten Schikane - Jarno Trulli musste das Rennen aufgeben, Jenson Button benötigte eine neue Frontpartie -, aber insbesondere Villeneuve verhielt sich in der Startphase äußerst umsichtig und verantwortungsbewusst.

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