Pressestimmen zum Ferrari-Sieg in Singapur "Vielleicht hat Vettel sieben Leben"

Die internationale Presse feiert Sebastian Vettel zwar für seinen Sieg beim Großen Preis von Singapur. Aber die Boxenstrategie zu Lasten von Teamkollege Charles Leclerc ruft auch Kritik hervor.
Sebastian Vettel darf mal wieder jubeln

Sebastian Vettel darf mal wieder jubeln

Foto: Charles Coates Getty Images

GROSSBRITANNIEN

The Guardian: "Als Sebastian Vettel über die Ziellinie fuhr und den Großen Preis von Singapur gewann, erleuchteten Siegesfeuerwerke den Abendhimmel. Das Ritual auf den Straßen von Marina Bay endete mit einem Knall. Doch Vettels Sieg ging auf Kosten seines Teamkollegen Charles Leclerc. Zwar beherrschte sich der 21-Jährige am Ende, allerdings nur zähneknirschend."

The Sun: "Der viermalige Weltmeister war infrage gestellt worden. Er hatte zuletzt beim Großen Preis von Belgien 2018 gesiegt und in Kanada und Monza dieses Jahr unnötige Fehler gemacht. Aber jetzt drehte er die Zeit mit einer fehlerlosen Darbietung unter dem Scheinwerferlicht Singapurs zurück und bremste seinen frustrierten Teamkollegen aus, der auf den zweiten Platz kam."

Telegraph: "Hamilton landet durch die Mercedes-Strategie im Niemandsland."

SPANIEN

As: "Vielleicht hat Vettel sieben Leben. Wahrscheinlich war er nie tot, oder, wie (Daniel) Ricciardo sagte, als er nach Singapur kam, vielleicht brauchte er nur ein Rennen, um sein Schicksal zu wenden. Auf seiner fetischisierten Rennstrecke wurde dem großen Vierfachweltmeister von Ferrari das Lächeln zurückgegeben. Es war ein unerbittlicher Triumph, der auf Strategie beruhte, aber auch auf soliden Überholmanövern."

La Vanguardia: "Der erste Saisonsieg von Sebastian Vettel beim Großen Preis von Singapur wird nicht für seine Heldenhaftigkeit oder Ähnliches in die Geschichte eingehen. Der Deutsche übersprang die logische Reihenfolge auf der Rennstrecke, als Charles Leclerc einen Reifenwechsel machte."

Sport: "Ferrari feiert die Wiederauferstehung Vettels. Niemand hätte auch nur einen Cent auf ihn gesetzt, doch nun kann er endlich wieder lächeln. Viele Fans haben dem Deutschen den Sieg gegönnt."

El Mundo Deportivo: "Leclerc wurde zum Bauernopfer beim Doppelsieg Ferraris - die Scuderia gewinnt, aber Leclerc verliert."

ITALIEN

La Repubblica: "Vom hässlichen Entlein zum Raumschiff in nur drei Wochen? Ist der Doppelsieg in Singapur, der dritte Sieg in Folge für die Roten, nach dem dramatischen Saisonstart ein Wunder? Nicht wirklich: Das diesjährige Ferrari-Team war eine langsame und unvollendete Konstruktion."

Gazzetta dello Sport: "Rote Welle. Ferrari ist nicht mehr zu stoppen. Doppelpack mit Vettel vor Leclerc, ein Triumph, auf den Maranello seit zwei Jahren gewartet hatte. Sebastian Vettel wendet das Blatt. 13 Monate sind eine endlose Zeit für Piloten, die an Siege, Ruhm und WM-Titel gewöhnt sind, doch die Durststrecke endet in Singapur."

Corriere dello Sport: "Ferrari ist zurück. Soldat Vettel kann nach einem Jahr voller Fehler und zu vielen Gedanken im Kopf endlich einen Sieg feiern. Der Triumph ist für Ferrari mit Leclercs zweitem Platz perfekt. Mercedes ist verraucht, Hamilton ratlos."

ÖSTERREICH

Kurier: "Sebastian Vettel ist in Singapur der Befreiungsschlag gelungen. Der seit über einem Jahr sieglos gewesene Deutsche führte am Sonntag beim Formel-1-Grand Prix von Singapur vor Charles Leclerc und Max Verstappen (Red Bull) einen Ferrari-Doppelsieg an. Vettel jubelte nach 392 Tagen über seinen ersten GP-Sieg seit Belgien 2018, hatte diesen aber auch Glück zu verdanken."

SCHWEIZ

Blick: "Singapur erstrahlt in Rot! Ferrari feiert beim heißen Nacht-GP am Äquator einen Doppelsieg. Sebastian Vettel gewinnt das längste Rennen der Formel-1-Saison vor Teamkollege Charles Leclerc - es ist sein fünfter Erfolg in der Sauna-Hölle. Zum ersten Mal feiert ein Team in Singapur einen Total-Triumph. Friede, Freude, Eierkuchen also bei den Ferraristi? Mitnichten! Pole-Mann Charles Leclerc fühlt sich von seinem Team hintergangen."

aha/dpa/sid
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