Kein Platz bei McLaren Räikkönen gönnt sich Formel-1-Pause

"McLaren oder gar nichts": Kimi Räikkönen wird in der kommenden Saison eine Auszeit von der Formel 1 nehmen. Für den Finnen war bei Ferrari nach der Verpflichtung von Fernando Alonso kein Platz mehr. Auch sein alternatives Wunschteam winkte ab. Geldsorgen hat er trotzdem nicht.

Ferrari-Pilot Räikkönen: 17 Millionen für ein Jahr Pause
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Ferrari-Pilot Räikkönen: 17 Millionen für ein Jahr Pause


Hamburg - Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen fährt in der kommenden Saison nicht mehr in der Formel 1. Der Finne war trotz eines noch bis Ende 2010 laufenden Vertrags von Ferrari abgeschoben worden und konnte sich mit seinem Wunschteam McLaren-Mercedes nicht auf einen Wechsel einigen. Räikkönens Manager Steve Robertson gab die Pause des Weltmeisters von 2007 in der finnischen Tageszeitung "Turun Sanomat" nach gescheiterten Verhandlungen mit dem McLaren-Team bekannt.

"Die Optionen für die Formel 1 waren McLaren oder gar nichts. Also wird Kimi nicht in der Formel 1 starten - zumindest nicht im nächsten Jahr", so Robertson. Der Champion von 2007 könnte nun stattdessen in der Rallye-Weltmeisterschaft an den Start gehen. Im vergangenen Sommer hatte der 30-Jährige beim WM-Lauf in seiner finnischen Heimat sein Debüt als Rallye-Pilot gefeiert hatte. Anfang August war er dabei allerdings in einem privat gemeldeten Fiat Grande Punto nach einem Unfall ausgeschieden.

Räikkönen war ebenfalls mit dem neuen Werksrennstall des deutschen Autobauers Mercedes in Verbindung gebracht worden. Die Gehaltsvorstellungen des 30-Jährigen dürften aber deutlich zu hoch gewesen sein. Angeblich kann der Finne allein bis zu 17 Millionen Euro Abfindung von Ferrari kassieren, wenn er im kommenden Jahr für keinen Konkurrenten fährt.

"Eine Auszeit ist kein Problem für Kimi"

"Eine Auszeit ist kein Problem für Kimi. Die Formel 1 wird ihn vermissen", sagte sein Manager. Ferrari hatte Räikönnens Vertrag nach der abgelaufenen Saison aufgrund der Verpflichtung des spanischen Ex-Champions Fernando Alonso nach drei Jahren nicht verlängert. Räikkönen gab sein Debüt in der Königsklasse im März 2001 für das Sauber-Team in Australien. Von 2002 bis 2006 fuhr er für McLaren-Mercedes, ehe er als Nachfolger von Michael Schumacher zu Ferrari wechselte und gleich im ersten Jahr Weltmeister wurde.

mig/sid/dpa



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