Weltmeister Verstappen Die Formel 1 ist orange

Seit Max Verstappen in der Formel 1 um Siege fährt, strömen niederländische Fans an die Strecken. Der neue Weltmeister entfacht eine Begeisterung wie einst Michael Schumacher in Deutschland. So lief Verstappens Karriere.
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In Suzuka verteidigt Max Verstappen seinen Titel vorzeitig. Nach einem schwierigen Saisonstart lässt er seinen Hauptkonkurrenten Charles Leclerc im Ferrari hinter sich und macht fünf Rennen vor Schluss alles klar. Genau wie im vergangenen Jahr wurde das Finale erneut kontrovers diskutiert – wegen Unklarheiten bei der Punkteverteilung bekam zunächst niemand mit, dass die WM entschieden ist. Auch Verstappen selbst nicht.

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Max Verstappen ist Formel-1-Weltmeister. Punktgleich geht es mit Titelverteidiger Lewis Hamilton (r.) ins letzte Rennen in Abu Dhabi, in einem wahren Krimi setzt sich Verstappen mit einem Überholmanöver in der letzten Runde durch.

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Als er seinen Rennwagen verlässt, will Verstappen ganz kurz allein sein. Im Laufe der Saison hatte sich ein extremer Druck aufgebaut, der Niederländer wollte diesen Titel – seinen ersten in der Formel 1 – unbedingt holen.

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Dabei waren sich alle Formel-1-Experten früh einig: Max Verstappen ist ein Ausnahmetalent und wird irgendwann Weltmeister werden. Nun ist er es nach zwei dritten Plätzen in den Vorsaisons im Alter von 24 Jahren geworden. Jüngster Weltmeister der F1-Historie bleibt vorerst Sebastian Vettel.

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Stets an seiner Seite: Vater Jos Verstappen, lange Jahre selbst als Fahrer in der Formel 1. 107 Rennen bestritt der ehemalige Teamkollege von Michael Schumacher in der Königsklasse des Motorsports, ganz oben auf dem Siegerpodest stand er dabei nie. Sohn Max liegt mittlerweile schon bei 141 Rennen.

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Max Verstappen wird von seinem Vater früh an den Motorsport herangeführt. Wer in der Formel 1 erfolgreich sein möchte, fängt in der Regel im Kartsport an. 2005 beginnt er, regelmäßig Rennen zu fahren, bis 2013 eilt er in diversen Serien von Sieg zu Sieg.

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Bis zur Formel 3 verläuft Verstappens Karriere stromlinienförmig. Für Van Amersfoort gelingen ihm in seiner Debütsaison 2014 direkt zehn Siege. Doch die Nachwuchsserien sind schnell zu klein für Verstappen. Ohne jemals in der Formel 2 ein Rennen bestritten zu haben, führt sein Weg direkt in die Formel 1.

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Seitdem steht sein Werdegang ganz im Zeichen des Bullen. 2014 wird er ins Nachwuchsprogramm von Red Bull aufgenommen. Kurz vor seinem 17. Geburtstag bekommt er die Superlizenz für die Formel 1, ein Jahr später besteht er erst die Führerscheinprüfung für den Straßenverkehr.

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Jugendliches Aussehen: Als Verstappen 2015 für Toro Rosso, die kleinere Red-Bull-Version in der Formel 1, debütiert, wird er von einigen Kollegen insgeheim belächelt.

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Doch schon im zweiten Saisonrennen in Malaysia holt Verstappen als Siebter seine ersten WM-Punkte.

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Ein Jahr später ist bei Toro Rosso schon wieder Schluss, denn die mäßigen Ergebnisse von Daniil Kvyat veranlassen die Red-Bull-Macher zu einem frühen Fahrertausch. In Barcelona, dem fünften Rennen der Saison, wechselt Verstappen das Cockpit – und gewinnt direkt sein erstes Rennen vor den beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen (l.) und Vettel.

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Zur frühen Karrierephase des Max Verstappen gehören aber nicht nur beeindruckende Leistungen und herausragende Ergebnisse. Der Niederländer geht diverse Male zu weit, schätzt enge Rennsituationen falsch ein und provoziert Unfälle – wie hier in Spa-Francorchamps 2016 bei der Startkollision mit Vettel und Räikkönen.

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Im Regen zeigen sich die Champions: Beim Großen Preis von Brasilien 2016 werden die Fahrer an ihre Grenzen gebracht, Verstappen liebt die nasse Herausforderung und rast auf den dritten Platz.

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Drei Jahre lang fährt Verstappen an der Seite von Teamkollege Daniel Ricciardo (r.). In den ersten beiden Saisons kann ihn der Australier hinter sich lassen, 2018 liegt er in der WM-Wertung erstmals vor Ricciardo.

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Doch es bleibt ein Auf und Ab. Verstappen ist immer wieder in Unfälle verwickelt, wie hier in Singapur 2017.

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Verstappen ist ein Heißsporn. In Brasilien 2018 kollidiert er mit Esteban Ocon. Diesmal ist Verstappen – auch nach Ansicht der Rennkommissare – schuldlos. Ocon bekommt eine Strafe, doch der Red-Bull-Pilot ist kaum zu bremsen. Nach Beleidigungen am Boxenfunk geht Verstappen nach dem Rennen auf Ocon los und wird im Anschluss von der Fia bestraft.

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Oranje boven: Max Verstappen übernimmt in den Niederlanden die Rolle, die Michael Schumacher in den Neunzigerjahren in Deutschland innehatte. Er hievt Motorsport und speziell die Formel 1 ins öffentliche Interesse, Verstappen-Fans strömen seit Jahren an die Rennstrecken dieser Welt.

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2019 scheint Verstappen bereit für den Titelkampf in der Formel 1. Doch sein Rennwagen kann noch nicht mit dem dominanten Mercedes mithalten. Erst im neunten Saisonrennen in Österreich schafft Verstappen seinen ersten Sieg. Teamchef Christian Horner (M.) verzweifelt bisweilen am Honda-Motor, der nur unter bestimmten Bedingungen konkurrenzfähig ist. Am Ende der Saison landet Verstappen nach drei Siegen auf dem dritten WM-Platz.

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Nach und nach wird die Weltmeisterschaft zu einem Duell zwischen Lewis Hamilton (l.) und Verstappen.

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Verstappen schafft es auch, die Formel 1 zurück in die Niederlande zu bringen. 36 Jahre nach der letzten Austragung kehrt der Sport nach Zandvoort zurück. Und Verstappen siegt vor seinen Fans.

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Der Kampf um die Weltmeisterschaft spitzt sich im Laufe der Saison zu. In Silverstone, bei Hamiltons Heimrennen, geraten die beiden Kontrahenten aneinander. Verstappen knallt in einen Reifenstapel, scheidet aus und muss kurzzeitig ins Krankenhaus. Hamiltons ausgelassener Jubel zeigt, wie angespannt die Lage ist.

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In Italien folgt der nächste Unfall, diesmal scheiden Hamilton und Verstappen gemeinsam aus. Der Cockpitschutz Halo sicherte Hamilton vor dem herabstürzenden Red Bull.

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Vor dem Rennen in Brasilien scheint der Weg für Verstappens ersten WM-Titel geebnet. Doch Hamilton findet, auch dank eines neuen Mercedes-Motors, zurück in die Erfolgsspur und gewinnt zwei Rennen in Folge. Vor dem Großen Preis von Saudi-Arabien schmilzt Verstappens Vorsprung auf acht Punkte zusammen.

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Auch in Dschidda gelingt es beiden Rivalen nicht, eine Kollision zu vermeiden: Verstappen soll Hamilton die Position überlassen, der Red-Bull-Pilot bremst, Hamilton fährt ihm ins Heck – und gewinnt. Ins Finale gehen beide punktgleich, das gab es zuletzt 1974.

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In den Tagen von Abu Dhabi will Verstappen trotz der Anspannung einen lockeren Eindruck vermitteln. Mit der Poleposition setzt er das erste Ausrufezeichen, doch im Rennen sieht Hamilton lange wie der Sieger aus.

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Eine Safety-Car-Phase in den Schlussrunden bringt Verstappen zurück ins Titelrennen. Mit frischeren Reifen überholt er seinen Rivalen in der letzten Runde – und macht im Anschluss seinen Teamchef Horner nass. Der anschließende Mercedes-Protest gegen die Wertung des Rennens lässt Verstappen und Red Bull noch Stunden zittern – doch er bleibt Weltmeister.

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Selbst in Abu Dhabi waren Tausende Verstappen-Fans an der Strecke: Die Formel 1 ist orange.

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