McLaren-Mercedes Coulthard fühlt sich wohl im neuen Auto

Es war die Lachnummer der vergangenen Saison. McLaren-Mercedes entwickelte ein neues Fahrzeug, das es auf keinen einzigen Rennkilometer brachte. Kommendes Jahr soll es besser werden und der WM-Titel her. Der Auftakt ist gelungen, das Modell für 2004 macht schon viel Freude.


David Coulthard (im MP4-19): Jungfernfahrt geglückt
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David Coulthard (im MP4-19): Jungfernfahrt geglückt

Valencia - "Der MP4-19 hat ein großes Potenzial und ist im Vergleich zum MP4-17D ein großer Schritt nach vorn. Das Auto fühlt sich sehr gut an", schwärmte Coulthard am Dienstag nach den ersten Testrunden mit dem neuen Silberpeil auf der Rennstrecke im spanischen Valencia.

"Bestimmt hilft es unseren Zielen, dass wir noch in diesem Jahr mit unserem für die Saison 2004 gebauten Fahrzeug testen können. Denn die Formel 1 wird von 2004 an eine härtere Herausforderung denn je darstellen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Nach dem knapp verpassten Titelgewinn will McLaren-Mercedes Michael Schumacher und dessen Rennstall Ferrari im nächsten Jahr endlich wieder bezwingen.

"Beim MP4-19 haben wir wesentliche Bestandteile des MP4-18 übernommen", führte Adrian Newey aus, der bei McLaren als Technischer Direktor fungiert. Der eigentlich für 2003 gebaute MP4-18 war wegen zahlreicher technischer Probleme nie zum Einsatz in einem Rennen gekommen.

Weitere Tests Anfang Dezember

Laut dem neuen Reglement darf pro Grand-Prix-Wochenende pro Wagen nur noch ein Motor benutzt werden. Mercedes entwickelte mit dem FO 110Q ein komplett neues Triebwerk, das kompakter als das Vorgängermodell ist. Dadurch kann der Schwerpunkt des Boliden weiter abgesenkt werden.

Nach dreitägigen Testfahrten in dieser Woche setzt McLaren-Mercedes sein Vorbereitungsprogramm für die kommende Saison in den ersten beiden Dezember-Wochen in Barcelona und Jerez fort. Dabei werden Coulthard und Vizeweltmeister Kimi Räikkönen von Alexander Wurz sowie von Pedro de la Rosa unterstützt. "Frühe und ausgiebige Testfahrten werden dem Motor wie auch dem Chassis helfen, den neuen Anforderungen gerecht zu werden", ist Haug überzeugt.

Ralf Schumacher schon im Einsatz

Im Gegensatz zu Coulthard verzichtete der sechsmalige Weltmeister Michael Schumacher auf die erste Fahrmöglichkeit nach sechs Wochen Pause. Ferrari startete mit seinen Testpiloten in Barcelona. Bruder Ralf Schumacher stieg dagegen erstmals seit dem Großen Preis von Japan am 12. Oktober wieder ins Cockpit eines BMW-Williams.

Der britische Rennstall trat mit gleich drei Autos an und fuhr wie alle anderen Michelin-bereiften Teams in Valencia. Neben Ralf Schumacher testeten Juan Pablo Montoya (Kolumbien) und Marc Gene (Spanien). In einem vom Team geheim gehaltenen Rennwagen war der neue BMW-Motor P84 installiert. BMW-Williams wird den neuen FW 26 am 5. Januar 2004 in Valencia vorstellen.



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