McLaren-Mercedes Ein Riese ersetzt Montoya

Bereits beim Großen Preis von Bahrein hätte Testfahrer Alexander Wurz für den verletzten Juan Pablo Montoya einspringen sollen, doch der Österreicher war zu groß für den Silberpfeil. Nun fährt Wurz am Wochenende in Imola. Weltmeister Michael Schumacher hofft, dort die Wende zum Besseren einleiten zu können.


Ersatzmann Wurz: "Ich freue mich riesig"
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Ersatzmann Wurz: "Ich freue mich riesig"

Hamburg - "Leider dauert die Genesung bei Juan Pablo etwas länger als zunächst angenommen. Ich bin mir aber sicher, dass Alex einen guten Job machen wird. Er genießt unser volles Vertrauen und hat sich diesen Einsatz wirklich verdient", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Montoya, der sich nach offizieller Darstellung den Haarriss in der linken Schulter beim Sturz über einen Tennisball zugezogen hatte, soll am 8. Mai beim Großen Preis von Spanien in Barcelona ins Cockpit zurückkehren.

Beim Rennen am Sonntag in Imola (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) wird Wurz den zweiten McLaren-Mercedes neben Kimi Räikkönen fahren. In Bahrein war der Spanier Pedro de la Rosa für Montoya eingesprungen. Wurz hatte beim 3. von 19 WM-Läufen wegen seiner Größe von 1,86 Metern seinen ersten Renneinsatz im McLaren-Mercedes verpasst. Inzwischen wurde das Cockpit den Maßen des Österreichers angepasst.

"Ich freue mich riesig, dass ich am kommenden Wochenende den MP4-20 im Rennen fahren werde", sagte Wurz. Der 31-Jährige hat schon 52 Grands Prix für Benetton gefahren. Ende 2000 war er als Ersatz- und Testpilot zu McLaren-Mercedes gekommen. Sein letztes WM-Rennen bestritt Wurz am 22. Oktober 2000 in Malaysia.

F1-Champion Schumacher: "Wir verstehen das Auto jetzt besser"
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F1-Champion Schumacher: "Wir verstehen das Auto jetzt besser"

Für Weltmeister Michael Schumacher soll das Ferrari-Heimspiel in Imola als Startschuss zu einer Aufholjagd in der Formel 1 dienen. "Mit diesem Rennen wollen wir wieder in den WM-Kampf eingreifen, und wir glauben, dass unsere Chancen nicht schlecht stehen", erklärte Schumacher auf seiner Homepage. Das Rennen sei eine "Art Neuanfang".

Schumacher, der in Imola bislang sechsmal gewann, setzt beim Europa-Auftakt im Autodromo Enzo e Dino Ferrari auf den neuen Wagen. "Die wichtigste Voraussetzung erfüllt der F2005: Er ist schnell genug. Das Auto hat ein enormes Potenzial, und wir verstehen ihn jetzt besser", sagte der 36-Jährige.

Bei der Premiere des F2005 in Bahrein hatte der neue Wagen Schumacher noch mit einem Hydraulikdefekt im Stich gelassen und für den ersten technisch bedingten Ausfall des Rekordweltmeisters seit dem 29. Juli 2001 gesorgt. Nach dem schlechtesten Saisonstart seiner Karriere beträgt Schumachers Rückstand auf den spanischen WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Renault) bereits 24 Punkte.

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