Michael Schumacher Genie, Gentleman, Großverdiener

Die Ära Michael Schumacher in der Formel 1 ist beendet. Beim Großen Preis von Brasilien absolvierte der Rekordweltmeister sein letztes Rennen. Fünf SPIEGEL ONLINE-Redakteure blicken zurück auf eine einzigartige Karriere und erinnern sich an ihre persönlichen Highlights mit dem Ausnahmefahrer.


Hamburg - Alles begann in Belgien. Als Michael Schumacher vor 16 Jahren zu seinem ersten Formel-1-Rennen in Spa antritt, ist er ein unbeschriebenes Blatt. Ayrton Senna heißt der Formel-1-Star in diesen Tagen. Schumacher scheidet bei seinem Debüt im Jordan Ford mit einem Kupplungsschaden in der ersten Runde aus. Dennoch hinterlässt er einen bleibenden Eindruck - vor allem bei Flavio Briatore. Der Italiener lockt den damals 22-Jährigen zum Benetton-Team, wo Schumacher die restlichen fünf Saisonrennen bestreitet.

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Auf seinen ersten Sieg muss Schumacher aber mehr als ein Jahr lang warten. 370 Tage nach seiner Premiere fährt er in Spa zu seinem ersten Grand-Prix-Erfolg. Was folgt, sind 90 weitere erste Plätze, Schumacher wird zum erfolgreichsten Formel-1-Piloten der Geschichte.

Acht Siege holt er alleine im Jahr 1994, beim Rennen im australischen Adelaide sichert er sich seinen ersten WM-Titel. Zehn Jahre später, inzwischen längst im roten Flitzer von Ferrari, feiert Schumacher in 18 Rennen 13 Erfolge. In keiner anderen Saison holt er so viele Siege. Am Jahresende darf sich Schumacher zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister nennen.

Allerdings wird dem inzwischen 37-Jährigen in seiner Laufbahn nicht nur gehuldigt. Unvergessen bleibt sein Rammstoß gegen Jacques Villeneuve im Jahr 1997. Schumacher verliert im WM-Endspurt die Nerven und versucht, den Kanadier in einen Unfall zu verwickeln, woraufhin dem Deutschen alle WM-Punkte aberkannt werden.

Kritik muss er auch einstecken, als er 2003 trotz des Todes seiner Mutter Elisabeth beim Großen Preis von Imola antritt und dort siegt. SPIEGEL ONLINE zeigt Stationen aus der wechselhaften Laufbahn eines einzigartiges Sportlers.

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