Michael Schumacher Überschlag bei Tempo 220

Michael Schumacher ist im Freien Training zum Großen Preis von Australien mit seinem Auto verunglückt. Der Formel-1-Weltmeister blieb unverletzt.


Schumacher fliegt ab im Albert Park
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Schumacher fliegt ab im Albert Park

Melbourne - Michael Schumacher hat am Freitag im Albert Park von Melbourne einen mehr als aufregenden Formel-1-Saisonauftakt erlebt. Kurz vor dem Ende der zweiten Trainings-Session kam der Weltmeister beim Versuch seine Zeit zu verbessern von der Strecke ab. Im blaueingefärbten Kiesbett überschlug sich der F2001 samt Schumacher zweimal. Schaden habe er keinen davongetragen, berichtete der Kerpener später: "Es hat vielleicht spektakulär ausgesehen, aber ich bin ganz sanft gelandet. Mir geht es gut."

Gelbe Flaggen zu spät gesehen

Der 32-Jährige erklärte, ein Flaggensignal erst am Bremspunkt der Kurve 6 gesehen zu haben. "Ich habe die Gelben Flaggen in dieser Kurve erst sehr spät bemerkt. Ich musste entsprechend hart abbremsen, dann habe ich mein Heck verloren." Das Auto könne wieder repariert werden, erklärte ein erleichterter Schumacher nach seinem turbulenten Saisonauftakt.

Dass der Ausflug ins Kiesbett dann zu einem veritablen Abflug geriet, schrieb Schumacher einer nicht ganz ungefährlichen Begebenheit des Kurses im Albert Park zu: "Als ich mir gestern die Strecke angesehen habe, hatte ich schon das Gefühl, dass es hier ein Problem geben könnte, weil eine Stufe vom Gras in das Kiesbett vorhanden ist." Der Weltmeister kündigte an, darüber mit den für den Großen Preis von Australien verantwortlichen Offiziellen reden zu wollen.

Michael Schumacher neben seinem kaputten F2001 in Melbourne
AFP

Michael Schumacher neben seinem kaputten F2001 in Melbourne

Schumachers Unfall war der zweite zu Beginn des Rennwochenendes in Melbourne. In der ersten Session des Freien Trainings war Jaguar-Pilot Luciano Burti von der Strecke abgekommen und gegen eine Mauer geprallt, der Brasilianer blieb aber ebenso wie Schumacher unverletzt.

"Rubinho" mit Bestzeit

Schnellster des ersten Testtages war Ferrari-Pilot Rubens Barrichello vor dem Italiener Jarno Trulli (Jordan). Schumacher hatte die drittbeste Zeit erzielt. Auf den Plätzen vier und fünf folgten die beiden McLaren-Mercedes von David Coulthard (Schottland) und Vizeweltmeister Mika Häkkinen (Finnland).

Der Kerpener Ralf Schumacher erzielte im BMW-Williams die sechstbeste Zeit. Die Mönchengladbacher Nick Heidfeld (Sauber-Petronas) und Heinz-Harald Frentzen (Jordan-Honda) belegten die Trainingsplätze sieben und acht.



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