Nach Budapest Schumacher gibt sich noch nicht auf

Obwohl das Ferrari-Team den McLaren-Mercedes in der Formel 1 derzeit deutlich unterlegen scheint, glaubt Michael Schumacher an eine Wende zum Guten noch in dieser Saison.


"Ich muss mein eigener Kritiker sein"
AP

"Ich muss mein eigener Kritiker sein"

Fiorano - Die Kritik der italienischen Medien nach dem Start-Desaster beim Großen Preis von Ungarn lässt Ferrari-Star Michael Schumacher offenbar kalt. "Ich lese so was erst gar nicht, weil ich weiß, dass das ohnehin keinen Sinn macht. Wenn ich mich damit beschäftigen müsste, würde mir nur die Lust vergehen. Ich muss mein eigener Kritiker sein", sagte der zweimalige Formel-1-Weltmeister in einem ARD-Interview.

Schumacher, der in Budapest erstmals in dieser Saison seine WM-Führung abgeben musste und vor dem 13. WM-Lauf in Spa/Belgien (27. August) in der Gesamtwertung zwei Punkte hinter Weltmeister Mika Häkkinen (Finnland) liegt, bestreitet, dass der Start der einzige technische Aspekt ist, der derzeit an seinem F1-2000 zu verbessern sei: "McLaren hat bislang aus dem Start das Beste gemacht. Wir müssen versuchen, das Gleiche zu schaffen. Ihnen gelingt es schon beim Start, die Kraft des Autos auszuspielen. Obwohl sich Ferrari im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich verbessert hat, müssen wir noch mehr leisten."

Der Deutsche schließt aus, dass McLaren technische Tricks beim Start angewendet haben könnte. "Wir sind Teil einer großen Gruppe wie Fiat und könnten nicht illegale Methoden anwenden. Ich glaube, das tut auch McLaren-Mercedes nicht. Der Weltverband Fia hat auch Kontrollen durchgeführt, und dabei sind keine Unregelmäßigkeiten ans Licht gekommen", so Schumacher, der zuversichtlich ist, dass sich Ferrari von der momentan schwierigen Phase erholt: "Wir setzen unsere ganze Kraft ein. Wir sind nur zwei Punkte hinter McLaren, und es sind noch fünf Rennen zu fahren. Wir arbeiten an neuen Strategien, um den Tifosi jenen Titel zurückzugeben, auf den sie bereits seit 21 Jahren warten."

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