Mercedes-Urteil Red Bull plant eigene Testfahrten

Das milde Urteil gegen Formel-1-Rennstall Mercedes wegen umstrittener Reifentests empört die Konkurrenz. Nach einem Bericht der "Times" erwägt auch Red Bull den Regelbruch. Der Rennstall von Weltmeister Sebastian Vettel hat die Pläne relativiert.

Red-Bull-Rennwagen: Eigene Testfahrten geplant?
REUTERS

Red-Bull-Rennwagen: Eigene Testfahrten geplant?


Hamburg - Das milde Urteil gegen Rennstall Mercedes bleibt Thema in der Formel 1: Laut einem Bericht der britischen Zeitung "The Times" plant Red Bull, den Nachwuchsfahrer-Test in Silverstone zu boykottieren und stattdessen eigene Übungsrunden abzuhalten. Die Teamführung hat Chefvermarkter Bernie Ecclestone demnach darüber informiert, dass man eine Verwarnung als mögliche Konsequenz in Kauf nehme. Das Dementi kam jedoch umgehend.

"Wir begehen natürlich keinen Regelbruch", sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko der "Sport Bild". Man habe lediglich auf die Absurdität der Situation hinweisen wollen.

Der Weltverband Fia hatte Mercedes wegen dreitägiger Testfahrten mit Reifenlieferant Pirelli in Barcelona nur verwarnt und vom Young Drivers Test in Silverstone ausgeschlossen. Nach Ansicht der Konkurrenten Ferrari und Red Bull ist diese Strafe deutlich zu niedrig, die beiden Rennställe hatten mit ihren Anzeigen die Untersuchung gegen Mercedes ausgelöst.

Auch aus Sicht von Ferrari kommt Mercedes "praktisch ungeschoren" davon, wie es in einem Blog der Scuderia hieß. Der "Times" zufolge diskutiert die Spitze des Rennstalls ebenfalls über eine Reaktion auf das Urteil. Allerdings hatte auch Ferrari im Vorjahr und in dieser Saison je einmal unter der Aufsicht von Pirelli getestet, aber jeweils mit einem zwei Jahre alten Auto. Dies hatte die Fia für zulässig erklärt.

buc/dpa

insgesamt 19 Beiträge
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blodnach 24.06.2013
1. Herrlich!
Das ist ja viel lustiger als die Rennen selbst.
Gerdd 24.06.2013
2. Kindergarten?
Zitat von sysopREUTERSDas milde Urteil gegen Formel-1-Rennstall Mercedes wegen umstrittener Reifentests empört die Konkurrenz. Nun offenbar plant auch Red Bull private Testfahrten - und nimmt das Risiko einer Verwarnung bewusst in Kauf. http://www.spiegel.de/sport/formel1/nach-reifen-urteil-gegen-mercedes-red-bull-plant-eigene-tests-a-907462.html
Kindergarten! In der Tat - man mag mit mir der Meinung sein, dass Red Bull mit einer solchen Aktion im Recht waere - aber es bleibt eine Kindergarten-Reaktion auf eine Kindergarten-Situation. Also angemessen.
ollux 24.06.2013
3. das Beste wäre,
wenn die Kindergartenreaktion von Red Bull als Respektlosigkeit gegenüber dem FIA Council gewertet würde und dadurch Red Bull mit strengsten Sanktionen zu rechnen hätte.
guylux 24.06.2013
4. Riskant
Der Schuss könnte nach hinten losgehen : Gerichte urteilen nämlich Auch bei gleichem Vergehen nicht immer gleich . Red Bull würde ausserdem vorsätzlich betrügen , was man bei Mercedes nicht so ohne weiteres belegen kann .
chiefseattle 24.06.2013
5. vrumm vrumm
F1 als Zickenkrieg
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