Optimismus bei Ferrari Schumacher kündigt Aufholjagd an

Die Saison läuft für Michael Schumacher nicht optimal, der Ferrari-Pilot liegt schon wieder deutlich hinter Weltmeister Fernando Alonso zurück. Beim Großen Preis von San Marino will Schumacher mit der Scuderia glänzen, und auch für seine Zukunft ist er optimistisch.


Imola - "Ich fühle mich weder zu alt, noch von einer anderen Generation. Ich habe den Geist und den Körper eines Jungen", sagte Schumacher vor dem Ferrari-Heimspiel beim Großen Preis von San Marino am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Interview dem italienischen "Corriere della Sera". "Ein Autorennen gibt mir immer noch Emotionen wie vor 15 Jahren. Nichts gibt mir auf der Welt so viel Freude und Spannung", so der 37-Jährige.

Ferrari-Star Schumacher: "Alles drin"
Getty Images

Ferrari-Star Schumacher: "Alles drin"

Schumachers Bekenntnis zu seiner Zukunft in der Formel 1 könnte zudem bedeuten, dass die Entscheidung über eine Vertragsverlängerung bei Ferrari früher als geplant fällt. Ferrari-Technikchef Ross Brawn rechnete bisher bis Mai oder Juni mit einer endgültigen Entscheidung Schumachers. Nach seinem spektakulären Unfall-Aus beim Grand Prix von Australien vor gut zwei Wochen hatten ehemalige Rennfahrer wie Jackie Stewart dem Deutschen noch zum Rücktritt geraten.

Doch Schumacher scheint gewillt, weiter zu machen - und in dieser Saison noch einmal anzugreifen, auch wenn er in der Fahrerwertung nach den drei Übersee-Rennen bereits 17 Punkte Rückstand auf Alonso (Renault) hat. "Noch ist absolut alles drin. Ich habe schon ganz andere WM-Stände gesehen, die sich plötzlich drehten. Wir glauben noch lange nicht, dass der Abstand zu groß ist. Imola soll der erste Schritt dafür sein", erklärte Schumacher. Er werde "keine Ruhe haben, bis ich das ganze Potenzial meines Autos zeigen werde. Ich bin fest davon überzeugt, das ist ein optimales Auto".

Für Imola stellt er "die Rückkehr von Ferrari und mir" sowie einen Sieg in Aussicht. "Wir glauben, dass wir nun ein Auto haben, mit dem wir um den Sieg mitfahren können. Die Pace stimmt, unser Paket passt", teilte Schumacher auf seiner Homepage mit. Ein verbessertes Aerodynamik-Paket mit neuem Frontflügel soll die Scuderia beim Auftaktrennen in die Europa-Saison beflügeln.

Ganz andere Sorgen hat derzeit McLaren-Mercedes, wo die Spekulationen um die beiden Piloten nicht abreißen. Nachdem Kimi Räikkönen immer wieder mit Ferrari in Verbindung gebracht wird, könnte sein kolumbianischer Kollege Juan Pablo Montoya nach der Saison zu Red-Bull abwandern. "Wir beobachten momentan den Fahrermarkt. Michael Schumacher, Räikkönen und Alonso sind derzeit nicht zu haben, dahinter kommt aber gleich eine Gruppe von interessanten Fahrern wie Montoya", sagte Rennstallbesitzer Dietrich Mateschitz der kolumbianischen Zeitung "El Tiempo". Die Verträge von Montoya und Räikkönen laufen nach der Saison aus. Weltmeister Alonso steht bereits als Zugang bei den "Silberpfeilen" für 2007 fest.

goe/sid



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