Paris - Dakar Kleinschmidt hat das Podium im Visier

Jutta Kleinschmidt hat auf der 15. Etappe der Rallye Paris - Dakar zwar Boden auf die Führenden verloren, ihre Chance auf den dritten Platz in der Gesamtwertung aber verbessert.


Jutta Kleinschmidt: "Wir waren vorsichtig und hatten Glück"
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Jutta Kleinschmidt: "Wir waren vorsichtig und hatten Glück"

Nema/Mauretanien - Das deutsche Mitsubishi-Team Jutta Kleinschmidt/Andreas Schulz (Monaco/Schulz) hat auch nach der 15. Etappe der 23. Rallye Paris - Dakar ihren vierten Platz halten können. Der Rückstand zu den weiterhin führenden Markenkollegen Hiroshi Masuoka/Pascal Maimon (Japan/Frankreich) indes wuchs schon auf 1:04:35 Stunden an. Dennoch stieg bei der 38-jährigen "Wüsten-Lady" die Hoffnung, ihr letztjähriges Resultat, als sie mit Rang drei das beste Dakar-Ergebnis einer Frau erzielte, wiederholen zu können. Nur noch 26 Sekunden rangierte sie am Dienstag hinter ihren portugiesischen Markengefährten Carlos Sousa/Jean-Michel Polato, die durch einen Reifenschaden Zeit einbüßten.

"Die heutige Etappe war schon allein deswegen so schwierig, weil sehr oft der Untergrund wechselte. Gerade auf den sehr steinigen Passagen musste man höllisch aufpassen, sonst war ein Reifenwechsel fällig. Einige vor uns mussten deswegen auch anhalten. Wir waren vorsichtig und hatten Glück", äußerte sich die letztjährige Vize- Weltmeisterin der Rallye-Raid-Disziplin.

Masuoka konnte mit einem weiteren Tagessieg auf der knapp 500 Kilometer langen Prüfung seinen Vorsprung auf 38:20 Minuten zu den zweitplatzierten französischen Vorjahressiegern Jean-Louis Schlesser/Henri Magné (Schlesser-Buggy) vergrößern. Auch der Spitzenreiter Masuoka blieb von einem Reifenschaden nicht verschont, konnte dennoch die Attacken des zweifachen Dakar-Gewinners Schlesser geschickt parieren und sich sogar von seinem Verfolger etwas absetzen.

Die KTM-Piloten beherrschen bei den Motorrädern auch weiterhin das Feld. Der Italiener Fabrizio Meoni konnte seine Führung zu seinem spanischen Markengefährten Jordi Arcarons auf einen Vorsprung von 22:43 Minuten und zu dem Chilenen Carlo de Gavardo gar auf 38:52 ausbauen. Der Amerikaner Jimmy Lewis rangierte mit einem Rückstand von 3:41:23 Stunden als bester BMW-Fahrer weiter auf den sechsten Rang vor seinem britischen Markenkollegen John Deacon. Von den ursprünglich 358 in Paris gestarteten Teams nahmen nur noch 144 Fahrzeuge das letzte Viertel der 10.739 Kilometer langen Paris - Dakar in Angriff. Für die 776 Kilometer lange Etappe von Nema (Mauretanien) nach Bamako (Mali) hat der Veranstalter die sportliche Hürde wieder etwas tiefer gelegt. Die Spezialwertung führt auf der 16. Etappe nur über 214 Kilometer.

Von Manfred Schmidt, dpa



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