Qualifying in Bahrein Schumacher im neuen Auto wieder rasend schnell

Im F2005 ist mit Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher wieder auf dem Siegerpodest zu rechnen. Im ersten Teil des Qualifikationstrainings zum Großen Preis von Bahrein fuhr der so schlecht wie nie in die Saison gestartete Ferrari-Fahrer die drittschnellste Runde.


Ferrari F2005: Schumacher fast so gut wie früher
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Ferrari F2005: Schumacher fast so gut wie früher

Sakhir - Schumacher ist im neuen Ferrari F2005 fast schon wieder so gut wie früher. Der siebenfache Weltmeister, der nur zwei Punkte in den ersten beiden Saisonrennen im Übergangsauto F2004M gewonnen hatte, belegte im ersten Qualifying zum Großen Preis von Bahrein am Sonntag (13.30 Uhr MESZ/ Liveticker bei SPIEGEL ONLINE) den dritten Platz. "Wir sind zurück in der Spitze, das fühlt sich sehr gut an", sagte Schumacher nach seiner bisher besten Saisonleistung, "jetzt hoffen wir, dass wir auch im Rennen unter die Top Drei fahren können."

Äußerlich unterscheidet sich der in Bahrein erstmals zum Einsatz kommende F2005 kaum von seinem Vorgängermodell, das ursprünglich erst im übernächsten Grand Prix ersetzt werden sollte. Vor den ersten Trainingsrunden am Freitag hatte Schumacher auf das tailliertere Heck des neuen Ferrari mit einem neuen Motor und einem neuen Getriebe hingewiesen. Außerdem soll das neue Auto einen größeren Anpressdruck mitbringen, der die Unterlegenheit von Ferraris Bridgestone-Reifen gegenüber den Michelin-Pneus der Konkurrenz verringern dürfte.

Jäger und Gejagter: Schumacher (r.) und Alonso
AP

Jäger und Gejagter: Schumacher (r.) und Alonso

Im ersten Qualifying war der Titelverteidiger in 1:30,237 Minuten rund 0,4 Sekunden langsamer als der spanische WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, der im Renault in 1:29,848 wieder die Bestzeit vorlegte. Zweitschnellster war der Italiener Jarno Trulli im Toyota in 1:29,993. Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, zuletzt in Malaysia als Dritter bester Deutscher, fuhr im BMW-Williams in 1:30,390 auf Position vier. Der Finne Kimi Räikkönen landete im McLaren-Mercedes in 1:30,594 auf Rang sieben.

Ferrari fährt um den Sieg mit

Ralf Schumacher musste sich in 1:30,952 mit Platz elf begnügen. Zu den Chancen seines Bruders Michael sagte der Toyota-Fahrer: "Ferrari hat den Rückstand überraschend schnell aufgeholt. Die fahren um den Sieg mit." Auch der Weltmeister selbst gibt sich wieder optimistisch: "Die harte Arbeit des Teams für das neue Auto hat sich gelohnt. Wir sind besser als erwartet. In Malaysia war die Lücke zur Spitze riesig, doch jetzt haben wir das meiste aufgeholt, und im Rennen waren wir ja eigentlich bislang immer besser als in der Qualifikation."

Erfolgreiches Teamwork: Schumacher (l.) und Ferraris Mechaniker
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Erfolgreiches Teamwork: Schumacher (l.) und Ferraris Mechaniker

Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello fuhr nach einem Verbremser nur auf Platz 15. Der Brasilianer hatten den ganzen Morgen wegen Getriebeproblemen nicht testen können, weil für den neuen F2005 die nötigen Ersatzteile fehlten.

Die Startaufstellung wird erst im zweiten Qualifying am Sonntag vier Stunden vor dem Grand Prix ermittelt.



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