Qualifying in Japan Hamilton hängt Alonso und Ferrari im Regen ab

Lewis Hamilton hat einen weiteren Schritt Richtung WM-Titel gemacht: Der Engländer fuhr in der letzten Runde des Qualifyings zum Großen Preis von Japan vor seinen Teamkollegen Fernando Alonso auf die Pole Position. Dahinter folgen die Ferrari und ein deutscher Fahrer.


Fuji - Hamilton lag in 1: 25,368 Minunten bei Nebel und auf feuchter Fahrbahn sieben Hundertstelsekunden vor seinem Erzrivalen Fernando Alonso (Spanien/1:25,438) im zweiten McLaren-Mercedes und startet zum fünften Mal in seiner Karriere von der Spitze. Aus Startplatz drei geht am Sonntag (6.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) der Finne Kimi Räikkönen (1:25,516) im Ferrari ins Rennen. "Wir hatten Probleme mit dem Getriebe, aber das sollte bis morgen behoben sein. Ich bin zuversichtlich", sagte der Finne Räikkönen.

Mercedes-Pilot Hamilton: Schnellster Mann in Japan
REUTERS

Mercedes-Pilot Hamilton: Schnellster Mann in Japan

Bei Mercedes verlief der Chaostag reibungslos und endete auf den Plätzen eins und zwei. "Das ist eine perfekte Position. Fantastisch für mich", sagte Hamilton lächelnd, während Alonso neben ihm saß. "Es ist okay, aber die Pole-Position wäre natürlich besser gewesen", sagte der Spanier.

Bester Deutscher war BMW-Pilot Nick Heidfeld (1:26,505) auf Position fünf, der darüber "sehr zufrieden" war. "Es war keine einfache Runde. Ich hatte gehofft, näher ranzukommen. Aber dem war leider nicht so", sagte der Mönchengladbacher. Nico Rosberg (1:26,728) landete direkt hinter Heidfeld auf Platz sechs. An seinem Williams-Toyota musste allerdings der Motor gewechselt werden, so dass er in der Startaufstellung zehn Positionen nach hinten rutscht.

Aus einem überragenden achten Startplatz geht Sebastian Vettel (1:26,973) im unterlegenen Toro Rosso ins Rennen. Vettel profitierte dabei nach einigen Drehern zu Beginn des Qualifyings vom Regen: "Ich wünsche mir auch für das morgige Rennen, dass es regnet", so der 20-Jährige.

Toyota-Fahrer Schumacher blieb nur Platz 15, nachdem er eine Kollission mit dem Japaner Sakon Yamamoto (Spyker) unverletzt überstanden hatte. Adrian Sutil landete im Spyker auf Platz 20.

Die letzte Trainingseinheit war zuvor wegen Nebels erst mehrfach verschoben und dann nach nur vier Minuten abgebrochen worden. Die Veranstalter hatten sogar überlegt, das Qualifying aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse auf Sonntagmorgen zu verschieben.

Vor dem 15. von 17 WM-Läufen am Sonntag führt Hamilton mit 97 Punkten vor Alonso (95) und Räikkönen (84). In dieser Saison ist eine Titelentscheidung in Japan ausgeschlossen, erst in einer Woche kann es in Shanghai zum Showdown kommen. Doch bereits im Land der aufgehenden Sonne erwartet Hamilton wieder einen "harten Kampf".

Einen Zusammenstoß, wie es ihn beinahe in Spa-Francorchamps in der Kurve Eau Rouge gegeben hätte, schloss der Engländer aber aus: "Wir sind keine Idioten." Er werde tun, was er tun könne, um die Führung zu übernehmen, aber auch so sensibel vorgehen, dass jeder das Ziel erreiche, sagte Alonso. Kopfzerbrechen dürfte allen Teams das Wetter machen. Die Niederschlags-Wahrscheinlichkeit soll am Sonntag 40 Prozent betragen.

mig/sid



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