Qualifying in Malaysia Button dominiert, Glock und Rosberg in Reihe zwei

Nächste Überraschung: Jenson Button hat im Brawn GP auch das Qualifying zum GP von Malaysia gewonnen. Timo Glock und Nico Rosberg dürfen aus der zweite Reihe starten, obwohl andere Fahrer schneller waren. BMW legte derweil Protest gegen die Diffusoren ein.


Hamburg - Auftaktsieger Jenson Button hat sich auch die Pole-Position für den Großen Preis von Malaysia am Sonntag (11 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) gesichert. Der britische Brawn-GP-Pilot erzielte in Sepang die Bestzeit (1:35,181 Minuten). Neben Button wird Toyota-Fahrer Jarno Trulli aus der ersten Reihe starten. "Wir hatten gestern große Probleme und mussten viel verändern", sagte Button, nachdem im Freien Training am Freitag noch die Ferrari vorne gelegen hatten.

Die drittbeste Zeit fuhr Sebastian Vettel, der mit seinem Red Bull nach seiner Strafe vom Australien-GP allerdings um zehn Plätze zurückversetzt wird. Auch Rubens Barrichello, Vierter des Zeittrainings, verliert seinen Platz, da in seinem Brawn GP nach dem Freien Training das Getriebe ausgetauscht worden war. Der Brasilianer wird von Rang neun aus ins Rennen starten. Daher stehen Timo Glock im Toyota und Nico Rosberg im Williams auf den Plätzen drei und vier. "Natürlich ist es schade, zu sehen, dass das Auto auf so einem Niveau fährt, und dann dieses Plus von zehn Startplätzen zu haben", sagte Vettel nach dem Zeittraining.

"Das ist super, ich bin sehr zufrieden. Zweite Startreihe - es könnte nicht besser sein", sagte Williams-Pilot Rosberg dagegen zu seinem Abschneiden. Glock kommentierte den Ausgang des Qualifyings kurz und knapp: "Es ist ja gar nicht so schlecht, muss ich sagen, da kann ich mich ja freuen."

Weltmeister Lewis Hamilton verpasste die Top Ten dagegen. Der McLaren-Mercedes-Pilot kam nur auf den 13. Platz, wird aber durch die Zurückstellung von Vettel auf Startplatz zwölf vorrücken. Ferrari-Pilot Felipe Massa war bereits nach der ersten Session ausgeschieden (16.). Auch Nick Heidfeld musste einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Im BMW-Sauber erzielte er nur die elftbeste Zeit, rutscht aber ebenso wie Hamilton einen Platz nach vorne. Adrian Sutil kam im Force India nicht über den 19. Platz hinaus.

BMW legt Prostest gegen Diffusoren ein

BMW-Sauber hat ebenfalls Protest gegen die Formel-1-Konkurrenten Brawn GP, Toyota und Williams wegen deren Doppeldiffusoren eingelegt. Nach der Qualifikation zum Großen Preis von Malaysia gab der Rennstall am Samstag in Sepang sein Schreiben bei den Rennkommissaren ab. BMW-Sauber reihte sich damit in die Gruppe der Kläger mit Ferrari, Red Bull und Renault ein.

Diese drei Teams waren bereits eine Woche zuvor beim Auftaktrennen in Melbourne mit ihren Protesten wegen des umstrittenen aerodynamischen Bauteils am Ende des Unterbodens gescheitert. Sie legten daraufhin Einspruch ein. Die Verhandlung vor dem Berufungsgericht des Automobil-Weltverbandes Fia ist für den 14. April angesetzt.

"Das ist ein rein formaler Akt", sagte BMW- Motorsportdirektor. Dadurch sei gesichert, dass die Resultate des Rennens am Sonntag mit in die richterliche Entscheidung bei der Berufungsverhandlung einfließen.

mti/dpa



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