Fia-Urteil gegen Red Bull Vettels Auto muss wieder verändert werden

Red Bull gerät weiter unter Druck: Der Formel-1-Rennstall muss das Auto von Weltmeister Sebastian Vettel zum dritten Mal in dieser Saison umbauen. Die Motoreneinstellungen seien illegal, heißt es. Vor dem Rennen in Budapest am Sonntag muss der Wagen laut einer neuen Regel zurückgerüstet werden.

Fomel-1-Pilot Vettel: Auto muss wieder umgebaut werden
REUTERS

Fomel-1-Pilot Vettel: Auto muss wieder umgebaut werden


Hamburg - Das Auto von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel muss nach der Hälfte der Saison bereits zum dritten Mal verändert werden. Der Automobil-Weltverband Fia soll nach Informationen des britischen Fernsehsenders BBC angeordnet haben, dass die Motoreneinstellung des RB8 vor dem elften von 20 Rennen am Sonntag in Budapest umprogrammiert werden muss.

Das Weltmeister-Team Red Bull hatte offenbar ein Schlupfloch im Fia-Reglement gefunden und so den Effekt des inzwischen verbotenen, angeblasenen Diffusors wieder annähernd erreicht. Nachdem der Weltverband das Auto in der vergangenen Woche vier Stunden vor dem Start in Hockenheim als illegal eingestuft hatte, Red Bull nach dem aktuellen Reglement aber nicht zu belangen war, wurde nun eine Änderung der Richtlinien beschlossen.

Diese "Regelklarstellung" besagt jetzt, dass alle Teams eine der Motoreneinstellungen aus den ersten vier Rennen 2012 benutzen müssen - Vettels Red-Bull-Bolide muss also wieder umgebaut werden. Und das nicht zum ersten Mal im Laufe dieser Saison: Wegen strittiger Löcher im Unterboden und einer illegalen Luftführung in den Radnaben musste das Auto bereits mehrfach in die Werkstatt.

Selbst die Konkurrenz wundert sich über diese Maßnahme. "Das ist ein sehr ungewöhnlicher Schritt. Niemand von uns weiß genau, was die Fia dazu veranlasst hat, am Sonntag dieses Statement zu verschicken", sagte McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale: "Hoffentlich fangen wir jetzt nicht wieder damit an, das Reglement mitten in der Saison umzuschreiben. Der Sport benötigt benötigt ein stabiles Reglement."

psk/sid



insgesamt 15 Beiträge
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Emil Peisker 26.07.2012
1. Geschäftsschädigung
Zitat von sysopREUTERSRed Bull gerät unter weiter unter Druck: Der Formel-1-Rennstall muss das Auto von Weltmeister Sebastian Vettel zum dritten Mal in dieser Saison umbauen. Die Motoreneinstellungen seien illegal, heißt es. Vor dem Rennen in Budapest am Sonntag muss der Wagen laut einer neuen Regel zurückgerüstet werden. http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,846540,00.html
Die Formel 1 kann keinen Dauerbrenner wie Michael Schumacher gebrauchen. Das ist Geschäftsschädigung. ;-)
mantrid 26.07.2012
2. Ein bißchen schwanger
Entweder es ist regelkonform, dann darf es wetier genutzt werden oder ist ist regelwidrig, dann erfolgt nachträgliche Disqualifikation und Aberkennung der Punkte. Ein bißchen schwanger gibt es auch nicht. Mit den Regeländerungen innerhalb der Saison macht sich Formel 1 unglaubwürdig. Vielleicht sollte man für das letzte Rennen anordnen, dass alle Fahrzeuge auf Tret-Antrieb umgerüstet werden müssen.
Stelzi 26.07.2012
3. Darum
Selbst die Konkurrenz wundert sich über diese Maßnahme. "Das ist ein sehr ungewöhnlicher Schritt. Niemand von uns weiß genau, was die Fia dazu veranlasst hat, am Sonntag dieses Statement zu verschicken", sagte McLaren-Geschäftsführer Jonathan Neale Das wird wohl wie bisher gelaufen sein: Di Montezemolo hat seinen alten Freund Todt angerufen und um Nachbesserung gebeten. Und jetzt mal ohne Flax, seit Todt FIA Chef ist, werden die Konkurrenten von Ferrari, nicht nur Red Bull, immer wieder auf kuriose Weise zurückgepfiffen. Kann mich nicht erinnern, dass das Ferrari mal betroffen hat. Andersrum war Ferrari in den Jahren vor Todts Herrschaft immer wieder das Ziel solcher "Regelanpassungen". Schon auffällig...
felisconcolor 26.07.2012
4. Ich schaue
Zitat von Emil PeiskerDie Formel 1 kann keinen Dauerbrenner wie Michael Schumacher gebrauchen. Das ist Geschäftsschädigung. ;-)
es eh schon nicht mehr. So viele Regeländerungen innerhalb der Saison. Hü Hot und dann wieder ein kleines hü. Und dies ist erlaubt und jenes doch nicht verboten? oder doch. Rennergebnisse ändern sich noch nach 2 weiteren schon gelaufenen Rennen. Auch ein Spielplatz alter seniler Männer. Lasst die Hersteller endlich von der Leine und stellt wieder richtige Autos auf die Strecke und lasst die Fahrer fahren. So ist das ganze genauso spannend wie ein Seifenkistenrennen der örtlichen Grundschule. Obwohl die kann es oft besser.
ajantis 26.07.2012
5. Die FIA....
macht sich zum Kasper. Ist es so schwer in ein paar Punkten ein ordentliches Reglement zu schreiben? Wenn man da was "vergisst" ist es eben Pech...aber weil man nun unbedigt RedBull ausbremsen will zwingt man dieses innerhalb von einer Woche zum Umbau....ein Witz ist das. Soviel zum Kosten sparen in der F1
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