Renault-Präsentation Alonsos neues Spielzeug

Das nennt man Vorfreude pur: Bei Renault herrschte während der Präsentation des neuen Wagens in Monte Carlo ausgelassene Stimmung. Der französische Rennstall bekannte sich erneut zur Formel 1, Starpilot Fernando Alonso sprach gar von der Titelverteidigung.


Monte Carlo - "Es gibt kein großes Fragezeichen hinter unserer Zukunft. Solange wir eine gute Show bieten, Rennen gewinnen und sich unser Engagement auszahlt, werden wir bleiben", sagte Renault-Chef Carlos Ghosn per Videobotschaft vor rund 800 Journalisten und geladenen Gästen im Forum Grimaldi.

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Renault-Präsentation: Der Wagen des Weltmeisters

Es gebe zwar einige Unsicherheiten über die Rahmenbedingungen der Formel 1 ab 2008, dies gelte aber für alle Hersteller, sagte Ghosn: "Ich bin zuversichtlich, dass wir eine gute Lösung finden." Teamchef Flavio Briatore wies in französischen Medien aufgekommene Spekulationen über einen angeblich bevorstehenden Renault-Ausstieg aus der Königsklasse ebenfalls entschieden zurück. "Renault wird unter bestimmten Voraussetzungen in der Formel 1 bleiben, das sind die gleichen Voraussetzungen, die auch Toyota, Mercedes, BMW und Honda haben wollen. Das hat auch jeder außer der französischen Presse verstanden", sagte der Italiener.

Der Spanier Alonso als jüngster Weltmeister in der Formel-1-Geschichte und das Team als Markenchampion haben mit ihren Erfolgen 2005 die Messlatte für die neue Saison hoch gelegt. "Wenn man Erster ist, dann will man das auch bleiben", sagte Sportchef Patrick Faure: "Wir wollen wieder um beide Titel kämpfen."

Alonso, der bereits für 2007 einen Vertrag beim Konkurrenten McLaren-Mercedes unterschrieben hat, bekräftigte seine Motivation für die bevorstehende Saison. "Für mich hat sich durch den WM-Titel nichts geändert. Ich will um Titel kämpfen und Rennen gewinnen. Auch wenn ich mal 50 bin, wird das immer noch so sein", sagte der 24-Jährige, dessen Urteil über den R26 nach den ersten Testkilometern in der vorigen Woche positiv ausfällt. "Das ist unser neues Spielzeug. Mit dem V8-Motor sind wir zwar ein bisschen langsamer, aber das ist für alle gleich. Wir sind alle sehr zufrieden", so Alonso.

Er habe sich "nicht gegen Renault, sondern für McLaren-Mercedes entschieden", weil er dort die besseren Zukunftsaussichten sehe. 2006 betrachtet Alonso den von ihm entthronten Rekordchampion Michael Schumacher "als Maß aller Dinge: Michael ist die Referenz für uns alle. Wenn Ferrari so gut ist, wie es scheint, dann ist Michael der Favorit."

Morgen soll der neue Testpilot Heikki Kovalainen aus Finnland in Valencia die ersten Meter im 2006er-Modell fahren. Der R26 ist seinem erfolgreichen Vorgänger R25 sehr ähnlich, wirkt durch die Regeländerungen des Automobil-Weltverbandes Fia aber durch eine flache Front und schmalere Seitenkästen ein wenig zierlicher. Im Heck hat der Renault gemäß der neuen Regeln einen rund 730 PS starken Achtzylinder mit nur noch 2,4 Liter Hubraum statt der bisherigen 3 Liter der alten V10-Triebwerke. Auffällig ist zudem der sehr geschwungene Frontflügel.



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