Rennfahrer Sutil vor Gericht "Ich wollte nicht, dass das passiert"

Der frühere Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Zum Prozessauftakt gab sich der Deutsche reumütig - und betonte, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, den Lotus-Renault-Mitbesitzer Eric Lux zu verletzen.

Ex-Force-India-Pilot Sutil: "Es tut mir sehr leid"
dapd

Ex-Force-India-Pilot Sutil: "Es tut mir sehr leid"


Hamburg - "Es tut mir leid, sehr leid. Ich wollte nicht, dass das passiert", sagte Adrian Sutil am ersten von vorerst zwei geplanten Verhandlungstagen vor dem Münchner Amtsgericht. Der ehemalige Formel-1-Pilot ist dort wegen Körperverletzung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordert ein Jahr Haft auf Bewährung für Sutil.

Sutil hatte bei einem Streit in einer Shanghaier Nobeldisco nach dem Großen Preis von China im April vergangenen Jahres den Lotus-Renault-Mitbesitzer Eric Lux schwer am Hals verletzt. Bei dem Versuch, Lux Champagner ins Gesicht zu schütten, habe Sutil ihn mit dem Glas am Hals getroffen. Die Wunde unterhalb des linken Ohres musste mit mehreren Stichen genäht werden. Lux hat eine Narbe am Hals zurückbehalten. "Es sind da zwei Alphamännchen aneinandergeraten, die sich verbal beharkt haben", sagte Sutils Anwalt Jürgen Wessing, der auf Freispruch plädieren wird.

Sutil beteuerte vor Gericht, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, Lux zu verletzen. Er habe sich mehrfach für den Vorfall bei Lux entschuldigen wollen. Lux sagte aus, dass er erwartet hätte, dass Sutil zu ihm nach Luxemburg komme und sich dort persönlich entschuldigen würde. "Ein Anruf ist nicht gut genug", sagte Lux.

Erst am 25. November war es in einem Hotel in Brasilien zu einem persönlichen Gespräch zwischen Sutil und Lux gekommen. Laut Sutil sei es die erste Chance zu einer Aussprache gewesen, bis dahin sei ihm Lux bei Rennen ausgewichen.

Zuvor hatte es offenbar auch Versuche einer außergerichtlichen Einigung gegeben. Sutil sprach in diesem Zusammenhang von "komischen Angeboten" und "sehr, sehr viel Geld", zudem hätte er mehrere Rennen pausieren sollen. "Er hat mir gedroht, er möchte mich zerstören, dafür sorgen, dass ich für Jahre in den Knast komme", sagte Sutil.

Der deutsche Rennfahrer ist derzeit arbeitslos. 2011 beendeten Force India und Sutil die Zusammenarbeit. Die Chancen auf ein Cockpit in der kommenden Formel-1-Saison sind gering. Den letzten freien Platz im Williams-Team schnappte Bruno Senna dem Deutschen vor knapp zwei Wochen weg.

bka/sid/dpa



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
emden09 30.01.2012
1. vielleicht
Zitat von sysopDer frühere Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Zum Prozessauftakt gab sich der Deutsche reumütig - und betonte, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, den Lotus-Renault-Mitbesitzer Eric Lux zu verletzen. http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,812236,00.html
Vielleicht hätte Sutil lieber "sehr, sehr viel Geld" nehmen und den Mund halten sollen. Als Rennfahrer wird er es ja ohnehin sicher nie zu "sehr, sehr viel Geld" bringen. Dafür faährt er doch ein bisschen zu sehr in der Talentfreien Zone.
dt32049468 30.01.2012
2. Hab ich da was verpasst?
Der frühere Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss sich wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Zum Prozessauftakt gab sich der Deutsche reumütig - und betonte, dass es nicht seine Absicht gewesen sei, den Lotus-Renault-Mitbesitzer Eric Lux zu verletzen. Rennfahrer Sutil vor Gericht: "Ich wollte nicht, dass das passiert" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,812236,00.html) Wer ist Adrian Sutil?
Pat-Riot 30.01.2012
3. Geben ist schwieriger denn nehmen
Zitat von emden09Vielleicht hätte Sutil lieber "sehr, sehr viel Geld" nehmen und den Mund halten sollen. Als Rennfahrer wird er es ja ohnehin sicher nie zu "sehr, sehr viel Geld" bringen. Dafür faährt er doch ein bisschen zu sehr in der Talentfreien Zone.
Wer spricht davon, dass er "sehr, sehr viel Geld" nehmen sollte? Von jemandem, dem er die Carotis aufgeschlitzt hat? Er sollte vermutlich geben, und das setzt das Haben voraus. Und er hat vermutlich eher nicht.
Michael KaiRo 30.01.2012
4. Lebenslänglich Knast!
---Zitat von SPON--- Die Staatsanwaltschaft fordert ein Jahr Haft auf Bewährung für Sutil. Rennfahrer Sutil vor Gericht: "Ich wollte nicht, dass das passiert" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport (http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,812236,00.html) ---Zitatende--- Warum nicht gleich lebenslänglich Knast!? Tja, solange gegen Korruptia-Wulff noch nicht mal ermittelt wird, sollten alle StA mal kleinere Brötchen backen. StA hat wohl nie was von "versehentliche Körperverletzung" gehört? Ist nicht strafbar, da kein Vorsatz den Betroffenen zu verletzen vorlag!
Jausepriester 30.01.2012
5. Achja?
Zitat von Michael KaiRoWarum nicht gleich lebenslänglich Knast!? Tja, solange gegen Korruptia-Wulff noch nicht mal ermittelt wird, sollten alle StA mal kleinere Brötchen backen. StA hat wohl nie was von "versehentliche Körperverletzung" gehört? Ist nicht strafbar, da kein Vorsatz den Betroffenen zu verletzen vorlag!
§ 229 Fahrlässige Körperverletzung Wer durch Fahrlässigkeit die Körperverletzung einer anderen Person verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
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