Grosjean verzichtet auf nächsten Formel-1-Start Schwerste Entscheidung, weiseste Entscheidung

Romain Grosjean wird nach seinem Feuerunfall auch das Saisonfinale in Abu Dhabi verpassen. Zwar habe er sich das Ende seiner fünf Jahre bei Haas anders vorgestellt. Das Risiko sei aber einfach zu groß.
Romain Grosjean kehrt in seine Wahlheimat Schweiz zurück und lässt sich dort weiter behandeln

Romain Grosjean kehrt in seine Wahlheimat Schweiz zurück und lässt sich dort weiter behandeln

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Kamran Jebreili / dpa

Formel-1-Pilot Romain Grosjean verzichtet nach seinem Feuerunfall in Bahrain auf einen Einsatz beim Saisonfinale in Abu Dhabi am kommenden Wochenende. »Wir haben alles versucht, um meine Hand wieder hinzukriegen, aber das Risiko eines Rennens ist für meine Gesundheit und meine Sicherheit zu groß«, sagte der 34-jährige Franzose nach Beratungen mit seinen Ärzten.

»Es ist eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens, aber auch eine meiner weisesten«, sagte der Haas-Pilot, den wie auch am Abend beim zweiten Bahrain-Rennen in Sakhir (18.10 Uhr, TV: RTL und Sky) der Brasilianer Pietro Fittipaldi ersetzen wird. »Es ist sehr traurig, dass ich mein letztes Rennen in Abu Dhabi nicht mehr absolvieren und dort mit dem Team zusammen sein kann.« Grosjean kehrt in seine Wahlheimat Schweiz zurück und lässt sich dort weiter behandeln.

Grosjean hatte bei seinem Unfall vor einer Woche Verbrennungen an den Händen erlitten. Danach hatte er erklärt, seine Formel-1-Karriere nach fünf Jahren bei Haas eigentlich nicht ohne weiteren Einsatz beenden zu wollen. Grosjean muss den US-Rennstall wie auch Kevin Magnussen Ende des Jahres verlassen. Mick Schumacher und Nikita Mazepin aus der Formel 2 ersetzen die beiden Fahrer.

Grosjean war für Haas seit der Teamgründung 2016 in der Formel 1 aktiv, er bestritt 96 seiner insgesamt 179 Grands Prix für den Rennstall. »Romain hat von Anfang an an unser Formel-1-Projekt geglaubt, er hat sich verpflichtet, für uns zu fahren, noch bevor wir überhaupt ein Auto gebaut hatten«, sagte Teamchef Günther Steiner: »Wir werden für immer dankbar sein für diesen Glauben und dieses Engagement.«

sak/sid/dpa