Rubens Barrichello "Kümmere mich nicht darum, was Michael macht"

Beim Großen Preis von Brasilien wird Rubens Barrichello im Gegensatz zu Weltmeister Michael Schumacher noch im alten Ferrari-Modell an den Start gehen. Der Lokalmatador will sich aber eh nicht mehr an seinem Teamgefährten orientieren.


Rubens Barrichello: "Ziehe mein Ding durch"
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Rubens Barrichello: "Ziehe mein Ding durch"

São Paulo - "Wenn ich meine Arbeit bis ins letzte Detail perfekt mache, kann ich Michael bezwingen", sagte Barrichello im Interview mit der Fachzeitschrift "Motorsport aktuell". Er habe deshalb seine Arbeitsweise geändert: "Ich ziehe mein Ding durch. Ich kümmere mich nicht wirklich darum, was Michael macht."

Die Verlockung, den Stil des Weltmeisters zu kopieren, sei zwar groß. "Doch stattdessen sollte man sich auf seine Arbeit konzentrieren. Ich glaube an meinen Speed und an mein Können, und ich arbeite mit sehr guten Leuten zusammen", so Barrichello. Er ist zu dem Schluss gekommen: "Nur das Ziel vor Augen zu haben, Michael zu schlagen, ist falsch."

Vor dem Grand Prix in São Paulo will sich Barrichello weniger unter Druck setzen als in den Vorjahren. "Ich hatte bei meinem Heimrennen bisher wenig Glück. Doch ich möchte mich davon nicht beeinflussen lassen. Ich habe ein schnelles Auto und bin gut vorbereitet", versicherte er. Früher habe er im Vorfeld des Rennens oft zu viel versprochen und damit Hoffnungen geweckt, die er am Ende nicht habe erfüllen können.

Die Ungleichbehandlung der beiden Ferrari-Fahrer beim Großen Preis von Brasilien - Schumacher fährt im F2002, Barrichello weiter im F2001 - stieß bei Barrichellos Landsleuten überraschend auf großes Verständnis. Die Ferrari-Strategie sei in Ordnung, hieß es in Zeitungskommentaren. "Barrichello ist da, um dem Team zu helfen", wurde Ex-Weltmeister Nelson Piquet zitiert.

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