Saisonauftakt Ullrich trotz Riesenrückstand zufrieden

Bei der Classica Almeria in Spanien fing für Jan Ullrich die neue Saison an. Wie erwartet hatte der Kapitän des Teams T-Mobile mit der Entscheidung nichts zu tun. Dennoch glaubt Ullrich, in Sachen Tour-Vorbereitung auf dem richtigen Weg zu sein.


Blickrichtung Paris: Jan Ullrich absolvierte in Almeria sein erstes Rennen für das neue T-Mobile-Team
DPA

Blickrichtung Paris: Jan Ullrich absolvierte in Almeria sein erstes Rennen für das neue T-Mobile-Team

Almeria - Obwohl Jan Ullrich weit abgeschlagen mit dem Hauptfeld ins Ziel der 19. Classica Almeria in Spanien kam, war von Enttäuschung nichts zu spüren. "Nach meiner Vorbereitung mit insgesamt drei Trainingslagern fühle ich mich auf einem guten Weg Richtung Tour de France. Mein Ziel ist es aber derzeit noch nicht, mit den besten Fahrern mitzuhalten", kommentierte Ullrich das Rennergebnis im Ziel.


"Es ist schön, den ersten Wettkampf der Saison gut hinter mich gebracht zu haben", sagte der Olympiasieger, "darauf will ich jetzt aufbauen. Ich brauche in den nächsten Wochen noch einige Kilometer im Renntempo. Sie sind die Grundlage für eine erfolgreiche Saison."


Ullrich mit 15 Minuten Rückstand im Ziel


Eine 19-köpfige Spitzengruppe, die den Sieg unter sich ausmachte, hatte sich bei optimalen Witterungs-Bedingungen schon kurz nach dem Start bei der ersten kleinen Steigung nach 37 Kilometer abgesetzt. Im Ziel hatte die aufgesplitterte Führungs-Formation weit über 15 Minuten Vorsprung vor dem folgenden größten Teil des Fahrer-Feldes, in dem Ullrich an der Seite des Weltranglisten-Spitzenreiter Erik Zabel (Unna) über die Ziellinie rollte. Der Veranstalter nahm das geschlossene Hauptfeld vor Beginn der Schlussrunde in Almeria sechs Kilometer vor dem Ziel aus dem Rennen.


Die 19. Auflage des 187 km langen Rennens entschied am Ende der Franzose Jerome Pinaud für sich. "Wir hatten in Tomas Konecny und Giuseppe Guerini zwei Fahrer vorne mit dabei, deshalb mussten bei den Verfolgern kein Tempo machen", erklärte T-Mobiles sportlicher Leiter Frans van Looy nach dem Rennen. Bereits am kommenden Mittwoch wartet mit der Murcia-Rundfahrt der nächste Test auf Jan Ullrich. Auf den fünf Etappen bis zum Sonntag wird der Toursieger von 1997 erstmals in diesem Jahr auf den fünfmaligen Gewinner der Frankreich-Rundfahrt, Lance Armstrong, treffen.


Armstrong startete bereits vor knapp zwei Wochen mit einem Sieg im Zeitfahren der Algarve-Rundfahrt in die Saison. Der Amerikaner bereitet sich an seinem europäischen Standort in Gerona auf den Murcia-Start vor. Ullrich bleibt bis zum ersten Abschnitt über 177 km am Mittwoch von Murcia nach San Pedro de Pinatar in Spanien.



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