Sauber-Mönchengladbach Frentzens Irrfahrt endet an Heidfelds Seite

Der joblose Heinz-Harald Frentzen kehrt dorthin zurück, wo seine Formel-1-Karriere vor acht Jahren begann. Das Schweizer Team Sauber-Petronas, das bereits Nick Heidfeld unter Vertrag hat, verpflichtete in dem früheren Vizweltmeister einen weiteren Mönchengladbacher.


In Wechselstimmung: Heinz-Harald Frentzen kehrt zu Sauber zurück
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In Wechselstimmung: Heinz-Harald Frentzen kehrt zu Sauber zurück

Hamburg - Frentzen kehrt zum Sauber-Team zurück, bei dem er 1994 sein Formel-1-Debüt gegeben hatte. Der dreimalige Grand-Prix-Sieger, der bis 1996 für das Schweizer Team gefahren war, hat enttäuschende Jahre hinter sich. Der als Riesenchance geltende Wechsel zu Williams verlief weniger erfolgreich als gedacht. Seit Juli 2001 befindet sich Frentzen auf einer Irrfahrt durch die Formel 1: Nach dem völlig überraschenden Rauswurf bei Jordan heuerte Frentzen bei Prost an und erlebte dessen Pleite mit. Auch seinem folgenden Arbeitgeber Arrows ging das Geld aus. Im Juli dieses Jahres kündigte Frentzen und war seitdem arbeitslos.

"Mein Verhältnis zu Peter Sauber war immer etwas Besonderes. Er gab mir die Chance in der Formel 1 und damit die Grundlage meiner Karriere", erklärte Frentzen den Wechsel zu Sauber-Petronas am Sonntag auf seiner Homepage. "Als ich 1996 vom Team Sauber wegging, habe ich immer klar gesagt, dass ich irgendwann einmal zu diesem Team zurückkehren möchte."

In seinem zehnten Formel-1-Jahr schließt sich der Kreis. "Ich freue mich, dass dies nun geklappt hat und dass ich meine Jubiläumssaison mit dem Team Sauber-Petronas bestreiten werde", so der Mönchengladbacher. 23 Tage nach der Kündigung beim hoch verschuldeten Arrows-Team unterschrieb er einen Einjahresvertrag. "Das wollten wir beide so", sagte Frentzen der "Bild am Sonntag". 2,8 Millionen Dollar soll er bei Sauber erhalten.

Möglicherweise aber taucht der momentan arbeitslose Frentzen in dieser Saison noch einmal bei einem anderen Team auf. "Das ist nicht ausgeschlossen", sagte sein Berater Monte Field am Sonntag.

"Heidfeld ist sauschnell"


Mit dem zehn Jahre jüngeren Heidfeld bildet Frentzen 2003 nicht nur das erste deutsche Fahrerduo der Formel 1, die beiden kommen sogar aus der selben Stadt. Die Option auf Heidfeld löste Sauber vertragsgemäß ein, teilte das Team am Sonntag mit. Die bisherige Nummer zwei, Felipe Massa, soll Testpilot werden.

"Ich kenne Nick schon lange. Er ist sauschnell und gehört zu den Top-Fahrern der Formel 1. Ich hätte nie gedacht, dass wir einmal im gleichen Team gegeneinander fahren", sagte Frentzen der "Bild am Sonntag". "Wir wollen uns gegen die großen Werke Toyota, Ford Renault und Honda durchsetzen und wieder Vierter bei den Konstrukteuren werden. Und ab und zu mal die großen Drei - BMW, Ferrari und Mercedes - ärgern."

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